Wie der vorherige Abschnitt zeigt, gibt es Argumente, die für und gegen das Bausparen sprechen. Zudem reicht die Bausparsumme allein in der Regel nicht aus, um ein Eigenheim zu erwerben. Deshalb ist ein herkömmlicher Immobilienkredit nach wie vor die erste Wahl, wenn es um einen Haus- oder Wohnungskauf geht.
Option 1: klassische Baufinanzierung
Möchtest du deinen Traum von den eigenen vier Wänden zeitnah verwirklichen, dann kannst du dich für den Klassiker unter den Immobilienkrediten entscheiden: das Annuitätendarlehen.
Im Gegensatz zu einem Bauspardarlehen erhältst du bei einem Annuitätendarlehen das für den Immobilienerwerb nötige Kapital umgehend ausgezahlt. Voraussetzung hierfür ist, dass Kreditnehmer/-innen über eine ausreichende Bonität verfügen. Wer sich für ein Annuitätendarlehen interessiert, sollte daher diese Bedingungen erfüllen:
- sichere und ausreichend hohe Einkünfte
- keine negativen Schufa-Einträge
- ausreichend Eigenkapital
Erzielst du ein gutes Einkommen, erhöht dies die Chancen auf eine Kreditzusage erheblich. Hauskäufer/-innen, deren Gehalt geringer ist, haben aber prinzipiell ebenfalls die Möglichkeit, eine Immobilienfinanzierung abzuschließen. Sie können zum Beispiel durch einen weiteren Darlehensnehmer bzw. eine weitere Darlehensnehmerin oder durch Stellen zusätzlicher Sicherheiten, wie etwa einer Lebensversicherung, die Aussichten auf ein Annuitätendarlehen verbessern.
Liegt ein positives Ergebnis der Bonitätsprüfung vor, bekommen Antragstellende das fehlende Kapital innerhalb kurzer Zeit ausgezahlt. Zusammen mit eigenen Mitteln lässt sich damit das Eigenheim erwerben. Das Baudarlehen wird in konstanten monatlichen Raten zurückgeführt. Da Annuitätendarlehen mit einer Sollzinsbindung, also festen Zinsen für eine längere Zeitspanne, ausgestattet sind, bieten sie eine solide Planungsgrundlage für den Hauskauf.
Darüber hinaus kannst du dich bei dieser Darlehensform auch für eine Laufzeit von mehr als 15 Jahren entscheiden. Zum Vergleich: Bei einem Bauspardarlehen erwarten die Bausparkassen meist, dass der Immobilienkredit spätestens nach 15 Jahren getilgt ist. Eine darüber hinausgehende Zeitspanne beim Annuitätendarlehen ermöglicht geringere monatliche Raten.
Option 2: Bausparsofortdarlehen
Das klassische Bausparen eignet sich nicht für den sofortigen Erwerb einer Immobilie. Schließlich muss erst einige Jahre Geld angespart werden, bevor der Vertrag zuteilungsreif ist. Möchtest du aber ein Eigenheim jetzt bauen oder erwerben, informiere dich auch zum Thema Bausparsofortdarlehen.
Bei einem solchen gewährt die Bausparkasse ein Vorausdarlehen. Dessen Höhe richtet sich nach dem fehlenden Betrag, der für den Hauskauf benötigt wird. In Verbindung mit eigenen Ersparnissen lässt sich der Erwerb nun unmittelbar vollziehen. Beachte dabei jedoch, dass die Bausparkasse für ein Bausparsofortdarlehen Abschlusskosten erhebt – genauso wie für ein Bauspardarlehen.
Des Weiteren läuft die Finanzierung mit einem Bausparsofortdarlehen in 2 Schritten ab.
- Schritt 1: Zuerst zahlen Kreditnehmer/-innen Zinsen für das eingeräumte Vorausdarlehen – und das für 10 bis 15 Jahre. Eine Tilgung erfolgt in dieser Zeit nicht.
- Schritt 2: Zugleich unterzeichnen neue Eigenheimbesitzer/-innen einen Bausparvertrag, in den sie jeden Monat einzahlen. Dabei entspricht die Bausparsumme der Höhe des Vorausdarlehens.
Sobald der Bausparvertrag die Zuteilungsreife erreicht hat, löst du mit der Bausparsumme (Bausparguthaben plus Bauspardarlehen) das Vorausdarlehen ab. Hierbei lässt sich ein Teil der Kreditschuld durch das angesparte Bausparguthaben unmittelbar tilgen. Der andere Teil wird nun über das Bauspardarlehen Monat für Monat abbezahlt.
Die Experten und Expertinnen von Baufi24 erklären dir gern in einem unverbindlichen Beratungstermin die Vorteile und Risiken eines Bausparsofortdarlehens und prüfen für dich, ob ein Bauspardarlehen oder doch eine klassische Baufinanzierung die beste Lösung für dich ist. Fordere direkt ein kostenfreies und unverbindliches Angebot an.