Dass sich die Umschuldung einer Baufinanzierung finanziell nicht immer lohnt, auch wenn es eine zukünftige Zinsersparnis gibt, liegt an den Kosten. Diese solltest du mit einkalkulieren, um die Frage zu beantworten, ob sich die Umschuldung des Hauskredites rentieren wird.
Falls du dein derzeitiges Immobiliendarlehen durch einen neuen Kredit bei einer anderen Bank ablösen möchtest, können folgende Kosten anfallen:
- Vorfälligkeitsentschädigung
- Notarkosten
- Grundbuchgebühren
Die Vorfälligkeitsentschädigung berechnen Kreditgebende unter der Voraussetzung, dass die Umfinanzierung des Kredites vor Ablauf der Zinsbindung erfolgen soll. Zudem muss ein Zinsschaden entstanden sein. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, ist abhängig von den jeweiligen AGBs der Banken. Nur unter bestimmten Voraussetzungen darf die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung berechnen, zum Beispiel, wenn das Immobiliendarlehen bereits mehr als zehn Jahre läuft.
Ebenfalls fallen im Zusammenhang mit der Umschuldung Notarkosten und Grundbuchkosten an. Das liegt daran, dass der Notar die Änderung im Grundbuch veranlassen muss, welche die Grundschuld sowie die Eintragung des Eigentümerrechts betrifft. Deutlich günstiger ist die Grundschuldübertragung anstelle der Grundschuldlöschung sowie späterer Neueintragung der Grundschuld. Während du zum Beispiel bei einer Restschuld in Höhe von 100.000 Euro für die Abtretung (Übertragung) der Grundschuld ungefähr 300 Euro zahlst, werden für eine Löschung mit anschließender Neueintragung etwa 1.000 Euro fällig.