Einkommen bei der Baufinanzierung

So viel Prozent vom Einkommen benötigen Sie für den Hauskredit

Vertiefendes Wissen
8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Beläuft sich die Kreditrate auf höchstens 35 Prozent des Gehalts, so ist die Baufinanzierung für gewöhnlich tragfähig.
  • Hauskaufende, die erfahren wollen, wie viel Eigenheim sie sich leisten können, erstellen eine Haushaltsrechnung und verwenden den Baufi24 Budgetrechner.
  • Das allgemeine Zinsniveau sowie die Bonität beeinflussen die Kosten der Immobilienfinanzierung am meisten.
  • Während Alleinverdienende mit solidem, sicherem Einkommen relativ gute Aussichten auf ein Hausdarlehen haben, erwarten Banken von Geringverdienenden zusätzliche Kreditsicherheiten.

So gehen Sie vor

In diesem Ratgeber:

Ich will eine Baufinanzierung.

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Diese Rolle spielt das Einkommen bei der Baufinanzierung

Damit sich auch Menschen ohne großes Vermögen den Wunsch von den eigenen vier Wänden erfüllen können, gewähren Banken Immobilienkredite. Mit deren Hilfe lässt sich die Immobilie direkt erwerben. Zur Rückführung der Hauskauf-Finanzierung überweist der Darlehensnehmer nun jeden Monat eine Rate. Diese müssen Sie mit Ihrem Einkommen bezahlen. Zu diesem werden unter anderem gezählt:

  • Gehalt/Lohn
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Unterhalt
  • Kindergeld
  • Rente
  • Mieteinkünfte

Geht es um die Zahlungsfähigkeit, ist das Einkommen von zentraler Bedeutung. So sollten monatliche Einkünfte ausreichend hoch sein, um das Baudarlehen zurückführen zu können. Aufgrund dessen reichen Banken Immobiliendarlehen üblicherweise nur an Personen aus, die über ein festes Einkommen für die Baufinanzierung verfügen. Dabei ist dieses ein wichtiges Kriterium für die Bank, wenn sie die Bonität des Darlehensnehmenden einschätzen muss.

Können Sie ein gutes Gehalt für die Baufinanzierung vorweisen, kommen Sie meist in den Genuss eines weiteren Vorteils. Denn Kreditinstitute räumen solventen Darlehensnehmenden regelmäßig günstigere Zinskonditionen ein. Auf diese Weise reduzieren sich die Kosten für den Immobilienkredit. Ein geringes Einkommen bei der Baufinanzierung macht es hingegen schwieriger, eine solche zu erhalten. Wer ferner keine Einkünfte erzielt, hat normalerweise keine Chance auf eine Hauskauf-Finanzierung.

Wie hoch muss das Gehalt für eine Baufinanzierung sein?

Gehalt bei der Baufinanzierung
Die Darlehensrate für die Baufinanzierung sollte maximal 35 Prozent des Nettoeinkommens betragen.

Das Einkommen ist für eine Baufinanzierung besonders wichtig. Doch wie hoch müssen die Einkünfte genau sein, damit ein Hausbau oder -kauf realisierbar ist? Eine allgemeingültige Antwort darauf lässt sich nicht geben. Allerdings hat sich in der Vergangenheit diese Faustregel bewährt:

Für die Darlehensrate sollten Häuslebauer höchstens 35 Prozent ihres Nettoeinkommens aufwenden.

Um diese Vorgabe zu erfüllen, gibt es zwei Stellschrauben: die Einkommenshöhe und die Rate. So ist es von Vorteil, wenn Immobilieninteressierte über ein möglichst hohes Gehalt oder zusätzliche Einkünfte verfügt. Wer dagegen ein eher durchschnittliches Einkommen erzielt, achtet besonders auf die Darlehensrate. Deren Höhe richtet sich vor allem nach dem aufgenommenen Kreditbetrag.

Damit Sie sich eine Immobilienfinanzierung leisten können, ist es also sinnvoll, ein nicht zu teures Haus zu erwerben. Überdies wirken sich der Tilgungssatz sowie der gewährte Sollzins unmittelbar auf die Rate aus.

Zu obiger Faustregel ein kurzes Beispiel: Ein künftiger Eigenheimbesitzer verdient jeden Monat 2.000 Euro netto. Die Kreditrate für das neue Haus beträgt monatlich 800 Euro. Somit würde die Rate 40 Prozent der Einkünfte ausmachen. Ein solch geringes Einkommen zur Baufinanzierung genügt nach der Regel nicht.

Anders stellt es sich dar, wenn das Gehalt bei 2.500 Euro netto monatlich liegt. Dann werden mit 32 Prozent weniger als 35 Prozent der Einkünfte benötigt, um die Darlehensrate zu zahlen.

Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?

Die Höhe der Kreditrate hängt maßgeblich vom benötigten Darlehensbetrag ab. Dieser wiederum fällt umso größer aus, je mehr das Eigenheim kostet. Das führt zu der Frage: Wie viel Immobilie kann ich mir mit meinem Einkommen leisten? Eine schnelle Antwort darauf gibt der Budgetrechner von Baufi24. Für ein verlässliches Ergebnis braucht das Tool diese Informationen:

  • Bundesland, in dem sich Grundstück befindet
  • Eigenkapital
  • mögliche Rate
  • Sollzinsbindung
  • Sollzins pro Jahr
  • Tilgung in Prozent

Zur Ermittlung des Eigenkapitals rechnen Hausinteressierte ihre Ersparnisse zusammen, die sie für den Immobilienkauf nutzen können. Neben Bankguthaben zählen unter anderem auch Wertpapiere, zuteilungsreife Bausparverträge sowie private Kredite zu den Eigenmitteln.

Tipp zum Eigenkapital

Die Baufi24 Experten raten Häuslebauern, mindestens 20 Prozent der Kaufsumme mit Eigenkapital zu bestreiten. Das erhöht die Chancen auf eine Darlehenszusage und bessere Bauzinsen.

Einkommen für Baufinanzierung: Haushaltsrechnung anfertigen

Des Weiteren gilt es zu klären, wie viel Gehalt für die Baufinanzierung bereitsteht. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Angabe zur möglichen Rate im Budgetrechner aus. Um dort eine realistische Zahl vorgeben zu können, stellen Kreditinteressierte eine Haushaltsrechnung auf. Bei dieser handelt es sich um eine Übersicht aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Zur Anfertigung listen Sie einfach sämtliche Einkünfte auf, die Sie regelmäßig erhalten. Darunter fallen insbesondere:

  • Löhne und Gehälter
  • Zinsen und Dividenden
  • Unterhalt
  • Kindergeld
  • Renten
  • Mieteinnahmen

Auf der anderen Seite notieren Sie alle monatlichen Ausgaben. Kosten, die nicht jeden Monat anfallen, sind dabei anteilig zu berücksichtigen. Zu den Ausgaben gehören etwa Aufwendungen für:

  • Essen und Trinken
  • Auto und öffentlichen Nahverkehr
  • Freizeitaktivitäten
  • Telefon, Smartphone und Internet
  • Versicherungen

Die derzeitigen Mietkosten sind nicht zu den Ausgaben zu rechnen. Denn für Hausbesitzende entfällt dieser Posten zukünftig.

Budgetrechner gibt zu höchstmöglichem Kaufpreis Auskunft

Im nächsten Schritt ziehen Sie die Ausgaben vom Einkommen für die Baufinanzierung ab. Die ermittelte Differenz lässt sich nun als mögliche Rate im Budgetrechner hinterlegen. Ferner können Sie die voreingestellten Angaben zur Zinsbindung, zum Sollzins und zur Tilgung übernehmen oder individuell anpassen. Durch einen Klick auf Jetzt berechnen kalkuliert das Tool, wie teuer das neue Eigenheim höchstens sein darf. Konkret gibt der Budgetrechner unter anderem aus:

  • maximales Darlehen
  • Budget für Immobilienkauf
  • maximaler Kaufpreis der Immobilie

Mit diesen Informationen und Ihrem Gehalt zur Baufinanzierung begeben Sie sich nun auf die Suche nach einem Eigenheim, welches innerhalb des persönlichen Budgets liegt.

Wovon hängen die Kosten eines Immobilienkredits ab?

Einkommen Hauskredit
Bei guter Bonität dürfen Immobilieninteressierte mit geringeren Hypothekenzinsen rechnen.

Jede Hauskauf-Finanzierung ist für Kreditnehmende mit Aufwendungen verbunden. Deren Höhe richtet sich nach dem von der Bank eingeräumten Sollzins. Dieser wird sowohl durch externe als auch individuelle Faktoren beeinflusst. Aktuell verharren die Hypothekenzinsen aufgrund der Niedrigzinspolitik auf einem historisch geringen Niveau – eine gute Voraussetzung für attraktive Sollzinsen.

Damit Sie bei Ihrem Immobiliendarlehen von niedrigen Kosten profitieren, müssen Sie aber einige Bedingungen erfüllen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Einkommen bei der Baufinanzierung. Denn dieses stellt für den Darlehensgeber ein wesentliches Kriterium dar, um die Kreditwürdigkeit des Häuslebauers ermitteln zu können. In diesem Rahmen bewertet die Bank auch:

  • Lebensverhältnisse
  • vorhandenes Eigenkapital
  • Höhe der Ausgaben und Zahlungsverpflichtungen
  • Schufa-Score

Fällt diese Prüfung positiv aus, dürfen sich Hauskaufende in der Regel über bessere Hypothekenzinsen freuen. Weiterhin begrüßen es Kreditinstitute, wenn Sie viele Ersparnisse in die Immobilienfinanzierung einbringen. Neben einem guten Gehalt bei der Baufinanzierung können sich außerdem weitere Sicherheiten günstig auf die Kosten auswirken.

So ist es beispielsweise möglich, dass eine zusätzliche Kreditnehmerin oder ein zusätzlicher Kreditnehmer den Darlehensvertrag unterschreibt. Verfügt diese oder dieser über ein festes Gehalt, dann vermindert das das Risiko eines Kreditausfalls für die Bank. Im Gegenzug gewährt sie oft niedrigere Bauzinsen. Wer die Kosten für sein Immobiliendarlehen reduzieren will, achtet überdies auf den Beleihungsauslauf. Er ist folgendermaßen definiert:

Darlehensbetrag / Beleihungswert x 100

Hierbei gilt: je niedriger der Beleihungsauslauf, desto besser. Um das zu erreichen, muss der Darlehensbetrag möglichst gering und der Beleihungswert möglichst hoch sein. Ist das der Fall, kommen Sie meist in den Genuss einer günstigeren Immobilienfinanzierung.

Baufinanzierung für Alleinverdienende - darauf kommt es an

In vielen Fällen erwerben und finanzieren 2 Personen gemeinsam eine Immobilie. Das kann insbesondere bei Paaren vernünftig sein, bei denen beide einer bezahlten Tätigkeit nachgehen. Auf diese Weise lässt sich die finanzielle Last des Baudarlehens verteilen. Prinzipiell ist es aber ebenso möglich, als Alleinverdiener ein Haus zu bauen oder zu kaufen.

Dann allerdings schaut die Bank genau auf das zur Verfügung stehende Einkommen zur Baufinanzierung. Erzielen nur Sie einen Lohn, muss dieser ausreichend hoch sein. Dabei sollte sich die Kreditrate auf höchstens 35 Prozent der monatlichen Nettoeinkünfte belaufen. Gerade bei Alleinverdienenden achtet der Kreditgeber jedoch nicht nur auf die Höhe des Gehalts. Die Verlässlichkeit der Einkünfte ist hier mindestens genauso wichtig.

Sind Sie verbeamtet oder im öffentlichen Dienst unbefristet tätig? Solche Kreditnehmenden überzeugen mit sehr zuverlässigen Einnahmen. Insbesondere für Alleinverdienende ist das ein klarer Pluspunkt. Wer hingegen sein Einkommen für die Baufinanzierung aus einer selbstständigen Tätigkeit bezieht, hat es schwerer. Denn bei Nicht-Angestellten schwanken die Einnahmen stärker. In diesem Fall verlangen Banken von Alleinverdienenden häufig weitere Darlehenssicherheiten. Infrage kommen beispielsweise:

  • zusätzliches Eigenkapital (mehr als 20 Prozent der Kaufsumme)
  • zweite Kreditnehmerin oder zweiter Kreditnehmer mit Einkommen
  • bereits abbezahltes Eigenheim

Daneben sollten Alleinverdienende darüber nachdenken, eine Berufsunfähigkeits- und Restschuldversicherung abzuschließen. Werden sie später etwa arbeitslos, dann übernimmt die Versicherung die Zahlung der vereinbarten Kreditraten. Darlehensnehmende, die nur ein geringes Einkommen für ihre Baufinanzierung haben, können mit einer solchen Absicherung ihre Angehörigen wirksam vor einer finanziellen Überlastung schützen.

Tipp für die Tilgung

Um die Kosten der Hauskauf-Finanzierung niedrig zu halten, setzen Alleinverdienende mit geringerem finanziellen Spielraum auf einen ausreichend hohen Tilgungssatz. Hierbei gilt eine Tilgungsquote von 2 Prozent als Untergrenze.

Geringes Einkommen und Baufinanzierung - kann das funktionieren?

Grundsätzlich sind den Banken Kreditnehmende am liebsten, die über sichere, hohe Einkünfte verfügen und keinerlei Schulden haben. Dennoch ist es möglich, dass auch Interessierte mit geringem Einkommen eine Baufinanzierung erhalten. Allerdings müssen sie in einem solchen Szenario dem Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten bieten. Denkbar ist:

  • zweite Darlehensnehmerin oder zweiter Darlehensnehmer
  • Einbringen von Eigenleistungen
  • schuldenfreie Wohnung
  • Lebensversicherung

Übersteigt die Rate für den Baukredit 35 Prozent der monatlichen Einkünfte, dann haben Sie die Bank davon zu überzeugen, dass Sie die Immobilienfinanzierung trotzdem problemlos zurückzahlen können. Dafür hilfreich ist zum Beispiel eine weitere Kreditnehmerin oder ein weiterer Kreditnehmer. Wenn etwa der Ehepartner oder ein naher Verwandter ein festes Einkommen erzielt, kann dieser den Kreditvertrag mit unterzeichnen. Ist der erste Darlehensnehmer zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, den Hauskredit zu bedienen, so übernimmt der zweite Vertragspartner die Zahlungen.

Ein geringes Einkommen und eine Baufinanzierung schließen sich unter Umständen auch dann nicht aus, wenn eine Muskelhypothek eingebracht wird. Darunter sind Eigenleistungen vom Bauherren zu verstehen. Sie verringern den benötigten Kreditbetrag, was eine Darlehensvergabe wahrscheinlicher macht. Überdies rechnen viele Banken Eigenleistungen auf das Eigenkapital an.

Für Geringverdienende, die bereits eine abbezahlte Immobilie besitzen, stehen die Chancen auf ein Baudarlehen ebenfalls gut. Hierzu hinterlegen Sie die schuldenfreie Wohnung als Sicherheit für die neue Hauskauf-Finanzierung. Haben Sie ferner einige Jahre in eine Lebensversicherung eingezahlt? Eine solche erkennen Banken ebenso als Sicherheit an.

Ob die zusätzlichen Absicherungen für eine Kreditvergabe reichen, hängt generell von der jeweiligen Bank ab. Das Team von Baufi24 informiert Sie jederzeit zum Thema geringes Einkommen und Baufinanzierung. Möchten Sie erfahren, ob Ihr Einkommen für eine Baufinanzierung hoch genug ist, dann vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen und kostenfreien Termin mit unseren professionellen Beraterinnen und Beratern. Es findet gerne aus mehr als 450 Anbietern den für Sie optimalen Hauskredit.

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