Eine Gebäudeversicherung bietet Schutz vor den häufigsten und finanziell gefährlichsten Schadensursachen am Gebäude. Im Kern deckt sie drei wesentliche Risikobereiche ab, aber darüber hinaus lässt sie sich durch optionale Bausteine erweitern. Standardleistungen sind:
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Schäden durch Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion): Hier sind Schäden durch offenes Feuer, Kurzschlussbrände, Blitzeinschläge sowie Explosionen abgedeckt. Auch Folgeschäden durch Ruß und Löschwasser sind in der Regel eingeschlossen.
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Leitungswasserschäden: Schäden durch Rohrbrüche, austretendes Wasser aus Heizungs- oder Sanitäranlagen sowie Frost- und Auftauschäden an Leitungen fallen unter diesen Deckungsbereich.
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Sturm- und Hagelschäden: Sturmschäden ab Windstärke 8 sowie Hagelschäden am Dach, an Fassaden, Fenstern und anderen Gebäudeteilen sind standardmäßig versichert.
Optionale Zusatzbausteine sind bspw:
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Elementarschäden: Auf Antrag kannst du die Versicherung um den Schutz vor Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch oder Schneedruck erweitern.
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Glasbruchversicherung: Sie deckt Schäden an Fensterscheiben, Glastüren oder Wintergärten ab und ist besonders bei großen Glasflächen sinnvoll.
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Photovoltaikversicherung: Wenn du eine Solaranlage auf dem Dach hast, solltest du diese separat abschließen oder als Zusatzbaustein in die Gebäudeversicherung einschließen, da sie nicht automatisch mitversichert ist.
Nicht jeder Schaden ist durch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Schäden durch Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit oder altersbedingten Verschleiß fallen in der Regel nicht unter den Versicherungsschutz. Auch Erdbebenschäden, Kriegsfolgen und Kernkraftrisiken sind meistens ausgeschlossen. Die Versicherungen bieten unterschiedliche Versicherungspakete und -leistungen an, die du im Detail prüfen und deinen Bedürfnissen und Anforderungen entsprechend auswählen und i. d. R. kombinieren kannst.
Elementarschäden als wichtige Ergänzung zur Gebäudeversicherung
Der Klimawandel sorgt dafür, dass Extremwetterereignisse häufiger und intensiver auftreten. Eine reine Wohngebäudeversicherung ohne Elementarschutz ist daher zunehmend eine Lücke im Versicherungsschutz.
Die Elementarschadenversicherung sichert dich in der Regel gegen folgende Schäden ab:
- Hochwasser und Überschwemmung
- Starkregen und Rückstau
- Erdrutsch
- Erdsenkung und Erdfall
- Schneedruck und Lawinen
Diese Risiken sind in der Basispolice einer Gebäudeversicherung nicht enthalten und müssen gesondert vereinbart werden. Starkregen und Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Elementarschäden erhebliche finanzielle Folgen haben können. Viele Betroffene standen ohne ausreichenden Versicherungsschutz da und mussten den Wiederaufbau aus eigenen Mitteln oder über staatliche Hilfen finanzieren. Angesichts dieser Entwicklungen empfehlen Verbraucherschutzorganisationen grundsätzlich den Abschluss einer Elementarschadenversicherung.
Die Versicherungswirtschaft nutzt das sogenannte Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS), um Gebäude nach ihrem regionalen Überschwemmungsrisiko einzustufen. Es gibt vier Gefährdungsklassen von Zone 1 (sehr geringes Risiko) bis Zone 4 (sehr hohes Hochwasserrisiko). Deine ZÜRS-Zone beeinflusst direkt, ob und zu welchem Preis du eine Elementarschadenversicherung abschließen kannst. In Zone 4 kann es tatsächlich schwierig oder sehr teuer werden, Versicherungsschutz zu erhalten.