Fördermittel: KfW führt Beratungsanfrage ein

Auf der Homepage der KfW gibt es eine Neuerung. Kreditinteressenten können über diese Internetseite nun Kontakt zu Filialbanken in ihrer Nähe aufnehmen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. Die neue Funktion ist der Auftakt einer verbesserten Online-Vernetzung zwischen der Förderbank und den Geschäftsbanken.

 

Die staatliche Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Bauherren und Immobilienerwerber mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen. Über verschiedene Programme können Kreditnehmer Förderungen zum Bau, Kauf, Umbau oder der energieeffizienten Sanierung von Wohneigentum erhalten und so einen Teil ihrer Finanzierung zu extrem erschwinglichen Konditionen verwirklichen. Allerdings: Die Kreditaufnahme erfolgt nicht direkt bei der KfW, sondern über das sogenannte Haubankprinzip. Sowohl die persönliche Beratung zu den Produkten als auch das entsprechende Beantragungsverfahren läuft über die Filialbank vor Ort ab. Diese überprüft die Bonität des Kunden, sendet alle notwendigen Antragsunterlagen an die KfW weiter und leitet, bei Zusage der Förderbank, auch die Kreditsumme an den Kunden durch.

 

Kreditinteressenten konnten sich bisher über die Internetseite der KfW ausführlich über die zur Verfügung stehenden Programme, Voraussetzungen und Konditionen informieren. Auch die Bankfiliale vor Ort gibt Auskunft, allerdings spricht längst nicht jeder Berater das Thema KfW-Förderdarlehen von sich aus an. Seit September 2013 steht den Nutzern der KfW-Webseite nun eine neue Funktion zur Verfügung: Sie haben die Möglichkeit, von der Seite der KfW direkt eine sogenannte Beratungsanfrage zu Produkten der KfW an ihre Hausbank zu stellen. Die Verbindung besteht zunächst zu Sparkassen, Genossenschaftsbanken, der Deutschen Bank sowie der Postbank. 2014 wird die Online-Anfrage auch bei weiteren Finanzierungspartnern der KfW möglich sein.

 

Beratungsanfrage stellen

Über die Beratungsanfrage kann der Interessierte Gesprächstermine bei bis zu drei in seiner Nähe gelegenenKreditinstituten, die für eine solche Finanzierung in Frage kommen, stellen, ohne nach der Webseite der Banken suchen und diese aufrufen zu müssen. Laut Aussage der KfW kontaktiere dann der Finanzierungspartner den Anfragenden innerhalb von drei Tragen, um einen Beratungstermin zu vereinbaren. Eine Abfrage zu stellen, ist schnell erledigt: So findet der Nutzer jeweils in der rechten Spalte der Internetseite mit der Produktbeschreibung, beispielsweise zum Thema Neubau, den Link „Sie suchen eine qualifizierte Beratung?“. Über diesen gelangt er direkt zur Beratungsabfrage. Nach der Suche und Auswahl der Bank, bei der er ein Gespräch in Anspruch nehmen möchte, gibt der Kreditinteressent seine Kontaktdaten ein, überprüft seine Angaben und sendet den Wunsch nach der Vereinbarung eines Beratungstermins ab. Mit der Online-Anfrage kann der Kunde bereits erste Informationen zu seinem Finanzierungsbedarf mitschicken.

 

Beschleunigung der Bankdurchleitung folgt

Die Online-Anfrage ist nur ein erster Schritt einer umfassenden technischen Neuerungsphase seitens der KfW. Ziel des Projekts „Bankdurchleitung online 2.0“ ist es, im Rahmen eines webbasierten Online-Prozesses die Förderbank mit den Geschäftsbanken besser zu vernetzen und den Beantragungs- und Bearbeitungsprozess zu verkürzen. Müssen Kunden zur Zeit in der Regel Tage oder sogar Wochen warten, ehe die Hausbank einen Antragsentscheid der KfW zu vermelden hatte, so soll zukünftig der Berater innerhalb weniger Minuten von der Förderbank Nachricht erhalten, ob sie die gewünschte Summe des Kreditinteressenten finanziert oder nicht. Voraussichtlich Ende 2014 wird diese beschleunigte Krediterteilung Einzug in den Geschäftsalltag halten. Zum Anfang des nächsten Jahres sollen in die bereits jetzt mögliche Beratungsanfrage auch die Commerzbank, Direktbanken, Bausparkassen und Versicherungen integriert werden.