Förderinstitution BAFA

Die KfW als Förderer für Bau-, Kauf- oder Sanierungswillige ist bekannt, manch einem auch noch, dass Landesförderbanken aktiv sind, doch die BAFA kennt kaum jemand. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, hat sich in diesem Zusammenhang die Förderung von Energieeffizienz und alternativer Energieerzeugung auf die Fahne geschrieben.

 

Förderprogramm Vor-Ort-Beratung

Dies Förderprogramm wurde zum Juli 2012 in Kraft gesetzt. Ziel ist es dabei, für Energieeinsparungen zu sorgen. Die Vor-Ort-Beratung bezieht sich auf das Haus oder die Wohnung von Eigentümern, Mietern oder Pächtern. Förderfähig sind nur Gebäude, die vor dem 01.01.1995 errichtet beziehungsweise der Bauantrag gestellt wurde. Die Beratung muss dabei die Themenkreise „Wärmeschutz“, „Nutzung erneuerbarer Energien“, „Heizung“ und „Warmwasseraufbereitung“ beinhalten. Hieraus resultiert der Bericht eines zertifizierten Energieberaters mit Hinweisen zu Maßnahmen und Förderung durch die KfW-Programme. Für Häuser mit mindestens 3 Wohnungen beträgt derZuschuss zurzeit 500 Euro, für Ein- und Zweifamilienhäuser 400 Euro. Des Weiteren kommen bei Hinweisen zu Stromeinsparungen 50 Euro und bei thermografischen Untersuchungen bis zu 100 Euro hinzu. Als Obergrenze der Förderung gelten hierbei 50 Prozent der Gesamtkosten, den anderen Teil muss der Auftraggeber übernehmen. Die Anträge sind direkt bei der BAFA in Frankfurt zu stellen, normalerweise übernimmt diese Aufgabe der Energieberater. Erst nach Erteilung eines Förderbescheides kann der Berater tätig werden. Werden die Maßnahmen bereits über andere Förderträger bezuschusst, so ist eine weitere Förderung über die BAFA nicht möglich.

 

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Förderung.

 

Weitere Förderprogramme für Eigentümer

Zahlreiche Programme der BAFA zielen auf den Bereich der alternativen Stromerzeugung ab. Die Fördermöglichkeiten sind hierbei sehr umfassend, daher seien nur zwei Programme kurz angerissen, die für Eigentümer von besonderem Interesse sein könnten.

 

Erneuerbare Energie

Dies Programm zielt auf die Förderung von speziellen Heizanlagen ab. Es teilt sich in die Bereiche Solarkollektoranlagen mit einer Förderhöhe je nach Technik bis zu 18.000 Euro, in den Bereich Biomasseanlagen mit bis zu 3.600 Euro, je nach Heiztechnik, und in den Bereich Wärmepumpen mit bis zu 12.300 Euro Förderung. Außerdem können noch sogenannte Bonusförderbeträge zum Zuge kommen. Dies ist beispielsweise bei Brennkesseltausch als Effizienzbonus, Regenerativer Kombinationsbonus, Wärmenetzbonus usw. möglich. Dazu muss die Heizungsanlage zusätzliche Anforderungen erfüllen. Das Programm zielt schwerpunktmäßig auf Immobilien im Bestand ab, hier gilt die Grenze der Bauantrag, der vor dem 01.01.2009 gestellt sein muss. Ansonsten ist eine Förderung von Neubauten nur über die Innovationsförderung der BAFA denkbar. Eine Kumulierung mit KfW-Programmen ist zulässig, solange es sich nicht um Einzelmaßnahmen handelt. Programmteile, die nur Einzelmaßnahmen betreffen, sind daher von einer weiteren Förderung ausgeschlossen.

Vor der Antragstellung sollte der Eigentümer einen Blick auf die Förderampel der BAFA werfen. Diese zeigt an, ob noch genügend Gelder zur Verfügung stehen und so ein Antrag überhaupt noch angenommen wird.

 

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Eine weitere Fördermöglichkeit, die vorwiegend für Vermieter oder Wohnungsunternehmen infrage kommen dürfte, ist die Kraft-Wärme-Kopplungs-Förderung. Hierbei erhält der Antragsteller einen Zuschuss für Anlagen von bis zu 20 KW, sofern bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Der Zuschuss richtet sich nach Art und Größe der Anlage. Weitere Auskünfte erteilt die BAFA. Die Homepage lautet: www.bafa.de.