Teilen auf LinkedIn Teilen auf Pintrest Teilen auf Xing Teilen auf Google Plus Teilen auf Twitter Teilen auf X Per Email versenden
Sie sind hier:
Inhaltlicher Bezug:

Finanzierung auf einen Schlag - das Volltilgerdarlehen

Bewertung des Artikels:
4.7/5. Bewertung basierend auf 48 Kundenstimmen.

Finanzierung auf einen Schlag - das Volltilgerdarlehen


Das Volltilgerdarlehen, manchmal von Banken auch Konstantdarlehen genannt, bietet eine Finanzierung über die gesamte Laufzeit. Es unterscheidet sich aber deutlich von den Konstantdarlehen der Bausparkassen.


Prinzip des Volltilgerdarlehens

Wie der Name schon sagt: Das Volltilgerdarlehen ist ein Annuitätendarlehen, bei dem die Hypothek komplett getilgt wird. Es gilt eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit. Das bietet für Interessierte die Möglichkeit, den zeitlichen Ablauf der Finanzierung selbst zu bestimmen. Im Gegensatz zum Konstantdarlehen der Bausparkassen findet bei diesen Verträgen allerdings keine Verquickung von verschiedenen Darlehen mit einem Ansparvertrag statt. Dadurch ist eine wesentlich größere Transparenz gegeben. Die Bindung an den Kreditanbieter ist dabei jedoch sehr hoch. So muss der Kreditnehmer den Zeitpunkt, bis zu dem das Darlehen komplett getilgt ist, genau einhalten. Das heißt, es ist weder eine Verkürzung noch eine Verlängerung möglich, auch werden Tilgungsaussetzung sowie Sondertilgungen ausgeschlossen. Daher muss der Kreditwillige sich sehr genau überlegen, wie der Vertrag ausgestaltet sein soll, damit er ihn auch bis zum Ende durchhält. In der Regel umfasst die Laufzeit 10 bis 20 Jahre, also einen kürzeren Zeitraum als bei herkömmlichen Annuitätendarlehen. Das bedeutet, dass die anfängliche Tilgung häufig bei mindestens 3 Prozent liegt, somit ist diese Darlehensvariante meist nur für einkommensstarke Bauherren interessant. Im Gegenzug erhält der Kreditnehmer die Gewähr, immer gleich hohe Raten zu zahlen. Das schafft Sicherheit und erleichtert weitere finanzielle Planungen. Ein Zinsänderungsrisiko besteht somit nicht. Auf der anderen Seite verzichtet der Kreditnehmer aber auch auf die Chance, später eine günstige Umschuldung vornehmen zu können und dadurch Kosten zu sparen. Als weiteren großen Nachteil bringt diese Finanzierungsvariante eine hohe monatliche Belastung mit sich.


Die Vorteile überwiegen

Zurzeit sind die Zinsen niedrig, das bedeutet auch, dass ein Volltilgerdarlehen günstig zu haben ist. Zusätzlich verbessern hohe Tilgungsraten noch die Chance, an zinsgünstige Angebote heranzukommen. Für die Hauptzielgruppe des Volltilgerdarlehens - Personen mit hohem Einkommen und hoher Bonität - bietet sich somit Möglichkeit, die Finanzierungskosten für ihre Immobilie insgesamt zu verringern. Wer beispielsweise jetzt ein herkömmliches Annuitätendarlehen aufnimmt, erhält hingegen keine Gewähr, dass sich seine Finanzierung nach Ende der Zinsbindungsfrist nicht verteuert. Dieses Risiko lässt sich jedoch auch durch eine langlaufende Zinsfestschreibung, beispielsweise über 20 Jahre, verringern. Meist sind dann schon große Teile der Restschuld abgebaut und etwaige Zinserhöhungen fallen nicht mehr so ins Gewicht.


Fazit

Im Gegensatz zum Konstantdarlehen der Bausparkasse, das ja im Grunde das gleiche Prinzip verfolgt, ist ein Volltilgerdarlehen durchaus zu empfehlen. Allerdings sollten Interessierte sich vor dem Vertrag genau überlegen, ob sie auf Dauer im Stande sind, die hohen monatlichen Belastungen zu tragen. Eine Alternative sind langlaufende Annuitätendarlehen mit geringerer monatliche Belastung.

Weitere Artikel:


Baufi24 vor Ort

Baufinanzierung, Hausfinanzierung und Immobilienfinanzierung mit bundesweitem Preisvergleich in vielen deutschen Großstädten und Ballungszentren:
Baufi24 - Deutschlands großes Baufinanzierungsportal
Deutschlands großes Baufinanzierungsportal