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Baufinanzierung ab 50


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Lange war es für Altersgruppen über 50 schwierig, Darlehen für den Kauf eines Eigenheims zu erhalten. Inzwischen hat sich diese Vergabepraxis jedoch gelockert. Wer einige Voraussetzungen berücksichtigt, hat auch in fortgeschrittenem Alter gute Aussichten auf eine Baufinanzierung zu günstigen Konditionen.

Später Entschluss für die eigenen vier Wände

Später Entschluss für die eigenen vier Wände

Noch nicht lange ist es her, als Kaufinteressenten über 50 Jahre durchaus Schwierigkeiten hatten, eine Bank zu finden, die ihnen einen Kredit für den Kauf eines Eigenheims gewährte. Zu groß war die Sorge, das nahende Renteneintrittsalter könne die Zahlungsfähigkeit gefährden.

Die demografischen Veränderungen haben Kreditgeber inzwischen jedoch zum Umdenken veranlasst. Viele Bauherren und Käufer sind heute jenseits der 40 und verfügen damit auch über mehr Eigenkapital. Zudem bieten inzwischen immer mehr Bauunternehmen und Fertighausanbieter spezielle Häuser für die Ansprüche dieser Zielgruppe an. Diese Immobilien sind beispielsweise barrierearm gestaltet und ermöglichen es den Eigentümern möglichst lange selbstbestimmt darin wohnen zu bleiben.


Bedingungen einer Finanzierung 50plus

Grundlage für die Kreditvergabe sind der Wert der Immobilie, die Einkommensverhältnisse sowie das Alter. Damit die Finanzierung einer Immobilie auch mit näher rückendem Rentenalter Erfolg hat, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. So wird häufig eine anfängliche Mindesttilgung von 2 Prozent pro Jahr verlangt. Außerdem können Beleihungsgrenzen zwischen 60-80 Prozent des Beleihungswertes der Immobilie hinzukommen oder der Bauherr wird aufgefordert, die Erbfolge offenzulegen. Bei Kreditnehmern im Rentenalter reglementieren mitunter noch weitere Bedingungen die Kreditvergabe. Dies kann zum Beispiel beinhalten, dass ein Erbe den Kreditvertrag mit unterzeichnen muss. Doch auch hier verändern sich die Konditionen zunehmend zugunsten der Käufer: Inzwischen gewähren immer häufiger Kreditinstitute Hypothekendarlehen unabhängig vom Alter. Der Grund: Oft verfügen ältere Kunden bereits über einen hohen Eigenkapitalanteil, so dass sich die Risiken für die Banken in Grenzen halten.

Bedingungen einer Finanzierung 50plus

Finanzierung im Rentenalter

Das Hauptziel für Kreditnehmer über 50 sollte es sein, die Finanzierung bis zur Rente zu beenden oder aber wenigstens einen Großteil des Darlehens getilgt zu haben. Damit die Schuldenfreiheit bis zur Rente gewährleistet ist, müssen hohe Tilgungszahlungen vereinbart werden. Wer beispielsweise noch 10 Jahre Zeit bis zur Rente hat, benötigt eine anfängliche Tilgung von 7-8 Prozent – je nach Zinssatz. Bei einem Darlehen von 100.000 Euro fällt dann eine Rate von 1.000 Euro an.

Wer eine Immobilie finanziert, deren Kreditzahlungen noch ins Rentenalter hineinreichen, muss dagegen anders rechnen. Doch auch für sie bieten einige Banken variable Finanzierungsmodelle. Ist die Immobilie noch während der Rentenzeit abzuzahlen, sind geringere Raten möglich. Außerdem sind viele Tarife auch mit einer fallenden Tilgung verbunden. Das heißt: In den Anfangsjahren fällt die Hauptlast an, die sich in der Rentenphase schließlich reduziert, da bereits zum Rentenbeginn der Großteil des Darlehens getilgt wurde. Die hohe Tilgung wird vertraglich vereinbart. Später können dann die Raten gesenkt werden. Außerdem ist häufig ein Ratenwechsel ohne Gebührenaufschlag enthalten – und dies zum Teil mehrfach. So gesehen fallen die Raten mit steigender Tilgung.

Verfügt der Kreditnehmer zu einem späteren Zeitpunkt über größere Geldbeträge, sollte der Tarif auch Sondertilgungen enthalten. Zudem ist eine längere Zinsbindung empfehlenswert – am besten über die gesamte Laufzeit. Falls die Finanzierung noch in die Rentenzeit fällt, ist auch eine korrekte Ermittlung der Rentenhöhe wichtig, damit die Eigentümer später keine bösen Überraschungen erleben.