Selbstständige, die sich für eine Baufinanzierung interessieren, müssen mehr Hürden überwinden als Angestellte. Gerade deshalb ist es wichtig, sich auf diesen Schritt sorgfältig vorzubereiten. Die Baufi24 Berater/-innen erklären, wie du die Chancen auf eine Kreditzusage deutlich verbesserst.
1. Ausreichend hohes Einkommen und Eigenkapital
- Das Einkommen ist eine zentrale Größe, wenn es um die Vergabe eines Baukredits geht. Doch wie hoch muss dieses sein? Die Banken setzen offiziell kein Mindesteinkommen voraus. Als Orientierungswert kannst du davon ausgehen, dass für die Lebenshaltungskosten von Erwachsenen pauschal etwa 40 Prozent des Nettoeinkommens angesetzt werden. Für ein Kraftfahrzeug können Darlehensnehmer/-innen weitere 200 Euro abziehen. Nach Abzug der Kosten vom Einkommen musst du noch über einen ausreichend hohen Überschuss verfügen. Dieser lässt sich dann zur Zahlung der Raten verwenden.
- Bei der Kreditentscheidung berücksichtigen die Banken neben dem Einkommen ebenso das Eigenkapital. Die Baufi24 Experten und Expertinnen empfehlen bei einem Immobilienkredit für Selbstständige und Freiberufler deshalb, mindestens 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme aus eigenen Ersparnissen aufzubringen. Mit diesem Beitrag kannst du unter anderem die beim Erwerb anfallenden Kaufnebenkosten abdecken. Zudem senkt eine hohe Eigenkapitalquote das Risiko eines Kreditausfalls für die Bank. In der Folge bietet sie Immobilienkäufer/-innen bessere Konditionen an.
2. Kreditwürdigkeit & Dauer der erfolgreichen Selbstständigkeit
Bist du bereits seit mehreren Jahren selbstständig tätig und erzielst dauerhaft ein solides Einkommen? Das erhöht die Chance auf eine Kreditzusage erheblich. Bevor ein Antrag auf ein Baudarlehen gestellt wird, sollte daher die Selbstständigkeit seit mindestens drei Jahren bestehen. Ferner werten die Banken hohe Einkünfte, die nur geringfügig schwanken, positiv.
Die Bank stellt überdies Immobilienfinanzierungen für Selbstständige bereit, sofern eine solide Bonität gegeben ist. Zu deren Ermittlung holen die Kreditinstitute für gewöhnlich eine SCHUFA-Auskunft ein. Sie vermittelt eine Einschätzung zum Zahlungsverhalten in der Vergangenheit sowie zur aktuellen Vermögenssituation. Fällt die Prüfung positiv aus, steigen die Erfolgsaussichten auf einen Immobilienkredit. Bei einem negativen SCHUFA-Eintrag ist eine Darlehenszusage allerdings sehr unwahrscheinlich.
3. Zusätzliche Sicherheiten anbieten
Selbstständige haben den Nachteil, der Bank kein festes Einkommen vorweisen zu können. Doch unter Umständen lässt sie sich auch mit anderen, zusätzlichen Sicherheiten überzeugen. Zu diesen gehören etwa:
- Lebensversicherungen
- Berufsunfähigkeitsversicherungen
- Wertpapiere
- Bausparverträge
- vorhandene Immobilien
Bei den aufgezählten Punkten handelt es sich um Sachsicherheiten. Daneben kommen aber ebenso Personensicherheiten infrage, um eine Baufinanzierung zu erhalten. So kann zum Beispiel ein fest angestellter Partner bzw. Partnerin eine Bürgschaft oder Garantie für dich übernehmen. Mit dieser zusätzlichen Sicherheit sind die Banken oft bereit, das gewünschte Darlehen zu gewähren.
Damit sich die Bank ein genaues Bild von den Vermögensverhältnissen verschaffen kann, müssen Selbstständige bei der Baufinanzierung die Einkommensnachweise der letzten drei Jahre offenzulegen. Hierzu eignen sich etwa:
- Einkommensteuerbescheide
- Einnahmenüberschussrechnungen
- betriebswirtschaftliche Abrechnungen