Mietkauf

Mietkauf - ein teures Erwerbsmodell

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Beim Mietkauf eines Hauses oder einer Wohnung wird zunächst ein Mietvertrag geschlossen, der zu einem späteren Zeitpunkt die Mietsache per Erklärung in das Eigentum des Mieters übergehen lässt. Das Prinzip ist mit einem Ratenzahlungskauf von Konsumgütern vergleichbar. Den Zeitpunkt des Übergangs bestimmt der Mieter selbst.


Da die Mietzahlungen in den meisten Fällen jedoch nur zum Teil auf den Kaufpreis angerechnet werden, verliert der Mietkäufer monatlich eine bestimmte Summe ohne einen Mehrwert zu erzielen. Darüber hinaus fällt die Miete in solchen Fällen häufig überdurchschnittlich hoch aus, damit die Mietkäufer möglichst frühzeitig den Kauf tätigen. Wer sich also für einen Mietkaufvertrag entscheidet, sollte über ein hohes Einkommen verfügen. Auch die Ansparleistungen für den späteren Immobilienkauf dürfen nicht vernachlässigt werden.

Ich will eine Baufinanzierung.

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Annahmen

Vor- und Nachteile

Eine durchschnittliche monatliche Belastung für den Mietkäufer liegt zwischen 1.500 - 2.000 Euro. Legt der Vertrag außerdem fest, dass sich der Erwerber auch um die Modernisierung, beispielsweise eine neue Heizung, neue Dachrinnen oder Ähnliches kümmern muss, steigen seine Ausgaben weiter an. Weiterer Stolperstein: Häufig bieten Makler Mietkauf-Objekte zu überteuerten Preisen an. Auch Immobilieneigentümer sehen im Mietkauf eine passende Gelegenheit das Objekt schnell loszuwerden. Sei es aufgrund der schlechten Lage oder weil es sich um eine Gebrauchtimmobilie handelt.

Neben potenziellen Gefahren bietet der Mietkauf auch positive Aspekte: Der Mietkäufer kauft keine Katze im Sack, er wohnt bereits eine ganze Weile in dem Haus und kennt die Vor- und Nachteile des Objektes. Entscheidet er sich dagegen, so kommt er meist ohne große Verluste aus dem Vertrag raus – vorausgesetzt der Kaufvertrag wurde entsprechend ausgestaltet.

Fazit: Der Mietkauf eines Hauses oder einer Wohnung kann im Einzelfall für Personen, die über ein hohes Einkommen, aber kein Eigenkapital verfügen, interessant sein. Ansonsten ist von diesem Erwerbsmodell abzuraten und es empfiehlt sich, auf Alternativen zur Baufinanzierung ohne Eigenkapital zurückzugreifen.

Tipps für Mietkauf-Interessenten

Kleingedrucktes unbedingt beachten

Prüfen Sie die Vertragsbedingungen und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie hoch sind die finanziellen Belastungen, falls mir das Objekt doch nicht gefällt?
  • Was passiert, wenn ich zeitweilig die Kaufpreisraten nicht zahlen kann?
  • Ist die zum Mietkauf angebotene Immobilie belastet?
  • Was passiert, wenn der Verkäufer die Immobilie nicht wie vereinbart entschuldet?
  • Welche finanziellen Pflichten habe ich als Mieter bei einer Renovierung?
Vor- und Nachteile prüfen

Mietkaufverträge sind meist sehr komplex. Fragen Sie deshalb in Zweifelsfällen einen Rechtsanwalt oder Steuerberater nach Unterstützung. Das Geld für die Beratung ist gut angelegt und bewahrt vor teuren Fehlern.

Gehen Sie zu einer Bank oder einem Hypothekenmakler und lassen Sie sich alternativ zum Mietkaufangebot eine Hypothekenfinanzierung berechnen.

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