Photovoltaikanlage Finanzierung

Welche Optionen gibt es zur PV-Finanzierung? Wann lohnt sich eine Solaranlage und worauf ist zu achten? Alles Wissenswerte zum Thema findest du hier.

Das Wichtigste in Kürze

Zur Finanzierung einer PV-Anlage eignen sich neben Eigenkapital spezielle Solar-, Öko- und Modernisierungskredite, aber auch staatliche Förderungen und Privatdarlehen.

Durch die Anschaffung einer Solaranlage sparst du langfristig Energiekosten, machst dich unabhängiger vom Strompreis und leistest außerdem einen Beitrag zum Umweltschutz.

Mit dem KfW 270 Erneuerbare Energien – Standard Förderkredit bietet auch der Staat eine Finanzierung für Photovoltaikanlagen.

Für eine erfolgreiche PV-Finanzierung gilt es mehrere Faktoren zu beachten, insbesondere: Gesamtkosten, Nutzen bzw. Einsparungen, Fördermöglichkeiten, professioneller Finanzierungsvergleich.

In diesem Artikel:
Author Katharina Spiliotis
Expertin KfW-Förderung & Finanzierung
Aktualisiert am 31.05.2026

Photovoltaikanlage Finanzierung: Was sind die Möglichkeiten?

Möchtest du eine Anlage zur Photovoltaik finanzieren, stehen dir mehrere Optionen offen. Viele davon lassen sich auch miteinander kombinieren. Im Folgenden werden die gängigsten Möglichkeiten einfach erklärt.

Photovoltaik finanzieren mit Eigenkapital

Verfügst du über genügend eigene Ersparnisse zum Kauf einer PV-Anlage? In diesem Fall kannst du die Anschaffung mit Eigenkapital finanzieren. Reicht das eigene Geld nicht aus, besteht ferner die Option, über einen Bausparvertrag Eigenkapital anzusparen. Dieses lässt sich dann für den Erwerb einer Solaranlage einsetzen.

Kredite für PV-Anlagen

Eigenheimbesitzende, die über Fremdkapital eine Solaranlage finanzieren wollen, können einen entsprechenden Photovoltaik-Kredit aufnehmen. Einige Banken, besonders Umweltbanken, vergeben dafür spezielle Öko- bzw. Solarkredite. Daneben ist die Finanzierung einer PV-Anlage oft auch über einen Modernisierungskredit möglich. Darlehensarten wie diese sind zweckgebunden.

Natürlich kannst du für dein Vorhaben ebenso einen Ratenkredit zur freien Verwendung wählen. Ein solcher kostet allerdings etwas mehr als ein Darlehen mit Zweckbindung. Wer ein altes Haus kaufen und sanieren will, für den kann eine Baufinanzierung sinnvoll sein. Diese erfordert zwar etwas mehr Aufwand bzw. die Eintragung einer Grundschuld. Im Gegenzug erhältst du jedoch oft günstigere Bauzinsen.

Baufinanzierung oder Modernisierungskredit?

Planst du neben dem Einbau einer PV-Anlage weitere Maßnahmen am Haus, kannst du für eine Finanzierung bis ca. 50.000 Euro einen Modernisierungskredit beantragen. Bei höheren Darlehenssummen empfiehlt sich der Abschluss einer Baufinanzierung.

Zinsvergünstigte Kredite der KfW für PV-Anlagen

Für Photovoltaikanlagen hält ebenso der Staat Finanzierungen bereit. Der wichtigste PV-Kredit ist dabei der KfW 270. Über das KfW-Darlehen lassen sich sowohl Photovoltaikanlagen als auch die dazugehörigen Batteriespeicher finanzieren.

KfW-Förderung für solarthermische Anlagen

Systeme, die die Sonnenenergie zum Heizen bzw. zur Warmwasseraufbereitung nutzen (solarthermische Anlagen), fördert der Staat über den KfW 458.

Regionale Förderprogramme

Des Weiteren unterstützen mehrere Bundesländer die Finanzierung von Photovoltaikanlagen. In Baden-Württemberg bspw. gibt es das Programm „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“. Berliner/-innen haben die Möglichkeit, die Förderung „SolarPLUS“ in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen dazu findest du in der Regel auf den Seiten der zuständigen Landesbanken/Förderbanken.

Privatdarlehen zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage

Einen Kredit für eine PV-Anlage können Hausbesitzende auch von Verwandten oder Freunden erhalten. Vorteil: Bei einem Privatdarlehen musst du - im Gegensatz zu einem Bankkredit - keine formalen Voraussetzungen erfüllen. Außerdem ist ein Photovoltaik-Kredit von einer Privatperson häufig günstiger.

Leasing

Anstatt für den Kauf einer Photovoltaikanlage eine Finanzierung abzuschließen, kannst du dich für ein Leasing entscheiden. Hierzu erwirbt eine Leasing-Gesellschaft die Anlage und vermietet diese gegen eine monatliche Gebühr an dich. Vorteile: Die Anschaffungskosten entfallen und die monatlichen Aufwendungen lassen sich genau planen. Wesentlicher Nachteil: Auf lange Sicht ist das Leasing einer Solaranlage teurer als ein Kauf.

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Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Eine PV-Anlage kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein. Für eine Entscheidung sind verschiedene Punkte relevant.

1. Wirtschaftlichkeit

Beim Kauf einer Solaranlage fallen zuerst Anschaffungskosten und danach regelmäßige Wartungskosten an. Dafür senkt jedoch eine Photovoltaikanlage langfristig deine monatliche Stromrechnung. Das ist besonders bei hohen bzw. steigenden Strompreisen vorteilhaft. Zur Orientierung: Anfang 2026 bewegt sich der Strompreis für Neukundinnen bzw. Neukunden bei um die 35 Cent pro kWh. Produzierst du überdies Strom, der ins öffentliche Netz fließt, bekommst du eine Einspeisevergütung. Diese liegt für neue Anlagen bis 10 kW, die zwischen dem 1.2. und dem 31.7.2026 eingebaut werden, bei:

  • 7,78 Cent/kWh für eine Teileinspeisung
  • 12,34 Cent/kWh für eine Volleinspeisung

Ob die Finanzierung einer Photovoltaikanlage wirtschaftlich ist, richtet sich auch nach den zu zahlenden Zinsen für den aufgenommenen Sanierungskredit. Deshalb ist ein systematischer Angebotsvergleich so wichtig. Ferner bedeutet die Investition in ein PV-System im Allgemeinen eine Wertsteigerung für die Immobilie.

Steuerliche Begünstigung von Photovoltaikanlagen

Für den Kauf einer PV-Anlage gilt unter bestimmten Voraussetzungen ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Außerdem sind die Einnahmen aus der Einspeisevergütung für kleinere Anlagen von der Einkommensteuer befreit.

2. Unabhängigkeit

Eine eigenständige Stromerzeugung macht dich von den Strompreisen unabhängiger. Sollten sie in Zukunft weiter steigen, zahlt sich die Finanzierung einer Photovoltaikanlage sehr wahrscheinlich aus. Falls in deiner Region einmal der Strom ausfällt, kannst du zudem auf den von dir produzierten Strom zurückgreifen, was deine Versorgungssicherheit erhöht.

3. Nachhaltigkeit

Ist die Anlage erst mal installiert, erzeugt die Stromgewinnung durch Sonnenlicht keinerlei Treibhausgase. Dadurch leisten Solaranlagen einen wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas - und das dauerhaft. 

Zusammengefasst: Ob sich eine PV-Anlage lohnt, ist immer individuell zu klären. In der Regel überwiegen aber die Vorteile einer Anschaffung die Nachteile deutlich.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Der Preis für eine PV-Anlage richtet sich vor allem nach der Größe, Ausführung und den Bestandteilen. Solarsysteme für Einfamilienhäuser gibt es derzeit - inklusive Batteriespeicher und Installation - ab ca. 15.000 Euro.

Wie schnell amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage?

Bis zu welchem Zeitpunkt die Einsparungen bzw. Einnahmen die Anschaffungskosten ausgeglichen haben, hängt von verschiedenen Einflussgrößen ab, insbesondere:

    • Anlagengröße
    • Höhe der Anschaffungskosten
    • Wartungskosten
    • Kosten für PV-Kredit
    • Förderungen
    • Standort/Dachausrichtung
    • Eigenverbrauch
    • Strompreisentwicklung
    • Einspeisevergütung

Bei den Ausgaben sind die Anschaffungskosten maßgeblich. Nach der Inbetriebnahme sparst du durch den selbst erzeugten Strom Kosten ein - etwa 30 bis 40 Cent je kWh. Hinzu kommt ggf. eine Vergütung für den Strom, den du ins öffentliche Netz einspeist. Auf dieser Grundlage ergeben Beispielrechnungen für PV-Anlagen folgende typische Amortisationszeiten:

Anlagengröße/-typ 
Amortisationszeit 
7-Kilowattpeak-Anlage ohne Batteriespeicher 
ca. 8 bis 13 Jahre 
 7-Kilowattpeak-Anlage inklusive Batteriespeicher 
ca. 9 bis 15 Jahre 
10-Kilowattpeak-Anlage ohne Batteriespeicher 
ca. 9 bis 14 Jahre 
10-Kilowattpeak-Anlage inklusive Batteriespeicher 
ca. 10 bis 16 Jahre 

Anmerkung: Die Lebenszeit der Solarmodule beträgt für gewöhnlich mindestens 25 Jahre. Da sich die Anlagen in der Regel wesentlich früher amortisieren, rentiert sich eine solche Investition oft.

Förderung: Welche Kredite für eine PV-Anlage gibt es?

Der wichtigste Förderkredit für eine Solaranlage ist der KfW 270 Kredit Erneuerbare Energien – Standard. Die Eckdaten auf einen Blick:

  • für den Kauf und die Errichtung von PV-Anlagen auf Dächern, Fassaden und auf freien Flächen
  • ebenso für Batteriespeicher
  • förderberechtigt sind u. a. Privatpersonen, die mindestens einen Teil des produzierten Stroms ins öffentliche Netz leiten
  • deckt bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ab
  • die Zinssätze richten sich nach der Bonität, der gewählten Laufzeit, den tilgungsfreien Anlaufjahren und der Zinsbindung

Erfolgt die Installation der PV-Anlage im Rahmen eines klimafreundlichen Neubaus, ist zudem eine Finanzierung über den KfW 297, 298 Kredit möglich. Die Förderung in der Übersicht:

  • für einen Neubau, der die Effizienzhaus-Stufe 40 bzw. 55 erreicht
  • u. a. für Eigenheimbesitzende
  • Kredite bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit
  • maximale Laufzeit 35 Jahre
  • Zinsbindung bis zu 10 Jahre

Darüber hinaus haben mehrere Bundesländer eigene Programme zur Förderung von PV-Anlagen aufgelegt. Hierbei handelt es sich allerdings um Zuschüsse oder Steuervergünstigungen, nicht um Darlehen für PV-Anlagen.

Worauf muss ich bei der Photovoltaik-Finanzierung achten?

Bevor du einen Kredit für eine Solaranlage abschließt, ist es wichtig, das Vorhaben gründlich zu planen. Dabei sind sowohl die eigenen Bedarfe als auch technische und finanzielle Faktoren einzubeziehen. Achte u. a. darauf:

Strombedarf/-verwendung klären:
  • Wie hoch ist der Eigenbedarf, wie viel Strom soll ins öffentliche Netz fließen?
  • Ersparnis/Einnahmen berechnen: Wie viel Geld lässt sich mit der Stromerzeugung sparen? Welche Einnahmen sind durch die Einspeisevergütung zu erwarten?
  • Anschaffungskosten sorgfältig kalkulieren: Sie werden in erster Linie von der Größe der Anlage, vom Material, von den Modulen, der Ausstattung und den Einbaukosten beeinflusst.
  • Wartungskosten berücksichtigen: Für die Wartung und Instandhaltung der PV-Anlage fallen für gewöhnlich jährliche Aufwendungen an.
  • Amortisationszeit abschätzen: Photovoltaikanlagen amortisieren sich meist innerhalb von 8 bis 16 Jahren.
  • Standort prüfen: In sonnenreichen Regionen lohnen sich Solarsysteme mehr als in sonnenarmen.
  • Ausrichtung festlegen: Eine Südausrichtung und eine Dachneigung zwischen ca. 30 und 45 Grad gelten als ideal.
  • Eigenkapital ermitteln: Bestimme, wie viel eigene Mittel zum Kauf einer PV-Anlage zur Verfügung stehen.
  • Förderungen einbeziehen: Prüfe, ob Fördermöglichkeiten wie der KfW 270 Kredit für dich infrage kommen.
  • Kreditangebote vergleichen: Den besten Kredit für Photovoltaik erhältst du mithilfe eines systematischen Angebotsvergleichs. Berücksichtige dabei verschiedene Optionen: Bspw. Solar-, Öko-, Modernisierungskredite und Baufinanzierungen.

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Häufig gestellte Fragen: Photovoltaik-Kredit

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