Checkliste Sanierungsobjekte

Schnäppchen oder Kostenfalle? Worauf ist bei Sanierungsobjekten zu achten?


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Immobilien kommen in die Jahre und müssen selbst bester Pflege und Instandhaltung irgendwann saniert werden. Wenn Sie erwägen sich ein sanierungsbedürftiges Objekt zu kaufen und zu sanieren, dann sollten Sie sehr genau prüfen, worauf Sie sich einlassen.
Sollzinsbindung in Jahren

Altbauobjekte müssen irgendwann einmal saniert werden. Das ist eine ganz normale Sache die dabei hilft, den Wert der Immobilie zu festigen oder ihn sogar zu steigern.

Der Kauf einer Immobilie ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Doch insbesondere sanierungsbedürftige Objekte überfordern schnell die kalkulierten Budgets, weil Mängel nicht bekannt waren oder deren Ausmaß nicht richtig beurteilt wurde.

Ob Sie die Immobilie erwerben und die Sanierung in Eigenregie durchführen oder beides in Kombination von einem Bauträger oder einer Projektierungsgesellschaft erwerben: Bereiten Sie sich gut vor, recherchieren Sie gründlich und scheuen Sie keine Nachfragen beim Verkäufer.

Nicht selten werden ganze Häuser von einem Bauträger angekauft, in Wohnungen geteilt und anschließend verkauft. Sehr häufig saniert der Bauträger jedoch erst nach dem Verkauf der Immobilie. Treten nach dem Verkauf Probleme auf oder werden Verträge anders "interpretiert", dann ist Ärger vorprogrammiert.

Kauf von Sanierungsobjekten

Checkliste Objektsanierung

Sie möchten ein sanierungsbedürftiges Objekt erwerben? Diese Checkliste hilft bei der Beurteilung und Entscheidung, ob der Kauf der Immobilie ratsam ist.

Erwerben Sie das Objekt mit Sanierungsverpflichtung des Verkäufers, so ist unbedingt zu prüfen, ob alle auszuführenden Arbeiten ordnungsgemäß aufgeführt sind und Bestandteil des Vertrages werden. Hierzu bedient man sich in der Regel einer Grundlagenurkunde, die alle wesentlichen Vertragsbestandteile wie zum Beispiel die Baubeschreibung enthält. Zusätzlich ist zu prüfen, ob die vereinbarten Arbeiten eine Zusicherung bestimmter Qualitätsstandards und eine Auflistung der zu verwendenden Materialien enthält.


Prüfen und beurteilen Sie die mit der Sanierung beauftragten Bauunternehmen, Architekten und Bauträger. Hier haben Sie Referenzobjekte, Gutachten und ggf. TÜV-Zertifikate als nützlich erwiesen. Wenn Sie Zweifel an der Bonität haben sollten, bitten Sie um eine Schufa-Selbstauskunft der Geschäftsführer respektive Vertragspartner.


Ist für den Kaufpreis und die Sanierung einen Festpreis vereinbart?


Wurde einen garantierter Fertigstellungstermin vereinbart?


Erhalten Sie eine Erfüllungsbürgschaft?


Ist ein Schadenersatz für den Fall vereinbart, dass der Fertigstellungstermin nicht eingehalten wird?

Beträgt die Gewährleistungsfrist für das Bauwerk fünf Jahre und ist eine Nachbegehung vor Ablauf derselben vertraglich vereinbart worden?


Werden Gas-, Wasser- und Elektroleitungen, sowie Heizung und außen liegende Zinkbleche entsprechend der jeweiligen DIN-Normen erneuert?


Wurde, wenn erforderlich, ein Holzgutachten erstellt?


Wurde der Zustand des Objektes und dessen Bausubstanz von einem Sachverständigen geprüft?


Gibt es ein Gutachten zur Beurteilung von Feuchtigkeitsschäden?


Wird die Sanierung vom TÜV oder einem unabhängigen Sachverständigen begleitet und überwacht? Erfolgt eine förmliche Endabnahme unter Prüfung einzuhaltender DIN-Normen?


Maßnahmen an unter Denkmalschutz stehenden Häusern oder solchen, die sich in Sanierungsgebieten befinden, setzen die Genehmigung der zuständigen Behörde voraus. Prüfen Sie, ob das Vorhaben genehmigt ist und ob ggf. Auflagen erteilt wurden.