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Immobilienmarkt Duisburg/Mühlheim an der Ruhr/Moers/Oberhausen

Immobilienmarkt Duisburg/Mühlheim an der Ruhr/Moers/Oberhausen - Baufinanzierung und Standorteinschätzung

Stadtprofil
Immobilienmarkt Duisburg/Mühlheim an der Ruhr/Moers/Oberhausen

  • Die Standortprofile geben den derzeitigen Zustand des Wohnimmobilienmarktes einer oder mehrerer Städte und ihrer Region wieder und geben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Durch Auswertungen gewährleisten die Standortprofile ein möglichst breites und aktuelles Bild des jeweiligen Wohnimmobilienmarktes.
  • Die Auswerungen basieren auf wissenschaftlichen Studien, Studien von privaten Forschungsinstituten, Auswertungen von etablierten Immobiliendienstleistern, Bewertungen von Gutachterausschüssen, Befragungen von Immobilienmaklern und städtischen Behörden.
  • Informationen zu örtlichen Fördermöglichkeiten. Über Links sind die Förderprogramme der betreffenden Bundesländer und der KfW über Baufi24.de abrufbar.

Hinweis: Wie die Standortprofile von Baufi24.de entstehen


Immobilienmarkt Duisburg/Mühlheim an der Ruhr/Moers/Oberhausen

Baufinanzierung und Standorteinschätzung


Duisburg Einwohnerzahl 488.153 (31.März 2014)


Duisburg ist die fünftgrößte Stadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und stark geprägt durch seine Lage an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Der Hafen mit seinem Zentrum im Duisburger Stadtteil Ruhrort gilt als größter Binnenhafen der Welt. Ebenso bedeutend für die kreisfreie Großstadt ist die Eisen- und Stahlindustrie. Durch die Stahlkrise durchläuft sie seit den 70ger-Jahren einen starken Strukturwandel. Die traditionelle Stahlproduktion und Metallverarbeitung richtet sich zunehmend auf die Erzeugung von Hightech-Produkten aus. Daneben haben Branchen wie Informations-, Kommunikations- und Mikrotechnologie, Logistik, Material- und Werkstofftechnologie an Bedeutung gewonnen. Trotzdem weist Duisburg immer noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland auf.

Duisburg ist auch Wissenschafts-Standort - die Universität Duisburg-Essen ist ein Zentrum der nanowissenschaftlichen und biomedizinischen Forschung sowie der Lehrerausbildung in NRW. Im WS 2013/2014 waren hier rund 39.000 Studierende eingeschrieben.

Immobilienmarkt allgemein


Der Duisburger Immobilienmarkt ist als stabil zu bezeichnen. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten und vergleichsweise hoher Arbeitslosigkeit besteht in Duisburg in bestimmten Lagen eine große Nachfrage und hat der Umsatz zugelegt. Laut Gutachterausschuss der Stadt lag im Jahr 2013 der Geldumsatz mit 701,5 Mio um 24 Prozent über dem im vergangenen Jahr. Auf Teilmärkten waren leichte Preissteigerungen zu verzeichnen. Für neu erstellte Ein- und Zweifamilienhäuser (Bauträgerobjekte) fielen ca. 6 Prozent mehr als im Jahr 2012 an - rund 280.000 Euro zahlten Erwerber oder Bauherren bei einer durchschnittlichen Grundstücksfläche von 312 m². Auch unbebaute Grundstücke waren 2013 nach wie vor gefragt. Angezogen haben auch die Preis für Eigentumswohnungen neueren Baujahrs sowie für Neubauobjekte. In mittlerer Wohnlage kosteten neu erstellte Eigentumswohnung mit 90 m² Wohnfläche durchschnittlich 2.209 Euro/m² Wohnfläche, für eine gebrauchte Eigentumswohnung mit 79 m² Wohnfläche, Baujahr ab 1975, betrug der Durchschnittspreis 1.297 Euro/ m² Wohnfläche.

Wie für den Immobilienmarkt im Ruhrgebiet typisch ist auch der Markt in Duisburg von Beständigkeit und moderaten Preiszuwächsen gekennzeichnet. Zweistellige Zuwachsraten bei Kauf- und Mietpreisen, wie in einigen anderen Standorten Deutschlands üblich, sind hier - auch im Zuge der Finanz- und Eurokrise - kaum erreicht worden. Das gute Preis-Leistungsverhältnis hat in den vergangenen Monaten zunehmend auch Käufer und Investoren auf den Markt gelockt, welche aufgrund des extrem hohen Preisniveaus in den A-Standorten Düsseldorf oder Köln vergeblich nach Angeboten mit akzeptablen Renditen oder rentablen Eigenheimen Ausschau hielten. In Teilbereichen herrscht auf dem Duisburger Immobilienmarkt eine Angebotsknappheit. Insbesondere die Nachfrage nach eigengenutzten Objekten, aber auch nach Mehrfamilienhäusern als Kapitalanlageobjekte in guten und sehr guten Wohnlagen übersteigt das Angebot. Besonders gefragt sind auch die innerstädtischen Lagen Dellviertel, Wassserviertel, Neudorf und Duissern. Der Markt ist jedoch zweigeteilt. So gibt es in der Stadt einen vergleichsweise hohen Wohnungsleerstand von ca. 5,4 Prozent, in den einfachen Lagen sind zahlreiche Häuser und Wohnungen nur noch schwer zu vermieten oder zu verkaufen. Bedingt ist dies durch eine sinkende Bevölkerungszahl von 608.000 Einwohnern im Jahr 1975 auf heute nur noch knapp 490.000, und Prognosen zufolge wird die Bevölkerung weiter zurückgehen.

Die Rahmenbedingungen des Duisburger Marktes werden sich Experten zufolge auch 2014 nicht grundlegend ändern. Der verstärkte Nachfrage nach neuen beziehungsweise neueren Eigentumswohnungen gehobenen Standards ist auch bedingt durch mangelnde Neubauaktivitäten am Standort. Lediglich 50 Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser erteilte die Stadt 2012 und 2013. Begründet war dies zum einen darin, dass geeignete Grundstücke nur in geringem Umfang verfügbar sind. Zum anderen besteht eine gewisse Grundvorsicht überregionaler Bauträger gegenüber dem Standort Duisburg.

Für die kommende Jahre plant die Stadt im Rahmen des Projekts Duisburg 2027 aber eine Neuausrichtung. Das Konzept umfasst den Abriss bestehender Bausubstanzen sowie die Schaffung von neuen hochwertigen Objekten sowie mehr Grünflächen.

Duisburg Wohngebiete


Die Stadt Duisburg ist in neun Stadtbezirke und 46 Stadtteile gegliedert. Der Immobilienmarkt ist zweigeteilt. Während sich im südlichen Teil überwiegend sehr gute bis mittlere Lagen befinden, ist der Norden von einfachen mit mittleren Lagen geprägt.

Duisburg Innenstadt


Zu den Stadtvierteln des Stadtbezirks Innenstadt gehören Stadtteile wie Altstadt, Duissern, Dellviertel sowie Neudorf-Nord und Neudorf-Süd. Aufgrund ihrer zentralen Lage und doch grünen Lage sowie ihrer Nähe zu kulturellen Einrichtungen, zum Hauptbahnhof und zur Universität sind diese besonders nachgefragt. Es dominieren die guten Lagen und sehr guten Lagen, umgewandelte oder neuerstellte Eigentumswohnungen sind hier durchschnittlich für 2.500 Euro/ qm zu haben. Am Kaiserberg fallen für die großzügigen, oft denkmalgeschützten Villen durchaus bis zu 900.000 Euro an. Die weiter von der City entfernt liegenden Stadtteile Hochfeld, Kaßlerfeld und Neuenkamp sind von einfachen und mittleren Lagen geprägt. Einen Ruf als Problem-Viertel hat mittlerweile Hochfeld.

Duisburg West


Westlich von der Innenstadt Duisburg liegt der Stadtbezirk Rheinhausen. Die Preise hier bewegen sich hier zwischen günstig und teuer. Am wenigsten kosten Objekte in den einfache Lagen Bergheims, bestehende Eigentumswohnungen sind hier zum Teil für unter 500 Euro/ qm zu haben. Die höchsten Preise fallen im Stadtteil Rumeln Kaldenhausen an, welcher zu den guten und sehr guten Lagen Duisburgs gehört und auch bei Käufern aus Nachbarstädten beliebt ist. Hier gibt es ähnlich schöne Häuser wie in Baerl oder dem Kaiserbergviertel, aufgrund der etwas abgeschiedenen Lage und recht hohen Fluktuation besteht jedoch im Vergleich zu diesen ein größeres Angebot. Bestehende Eigentumswohnungen können bis ca. 2.500 Euro kosten.

Im Zentrum von Duisburg-Rumeln entstehen in der Franz-Liszt-Straße vierzehn Doppelhaushälften in 1,5- und 2,5-geschossiger Bauweise mit Wohnflächen von 110 bis 170 Quadratmetern. In der Friemersheimerstraße werden im Rahmen des Projekts pur living 11 hochwertig ausgestattete Eigentumswohnungen mit 85 bis 95 Quadratmetern gebaut. Die Projektfertigstellung erfolgt zum Sommer 2015.

Duisburg Nord


Zu Duisburgs Norden gehören die Stadtbezirke Meiderich-Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Hamborn und Walsum. Dieser Stadtbereich ist überwiegend von einfachen bis mittleren Lagen geprägt, gebrauchte Eigentumswohnungen sind hier ab 300 Euro zu haben. Im äußeren nördlichen Gebiet finden sich in einigen Stadtteilen auch gute bis Top-Lagen, so beispielsweise in Baerl, Binsheim, Alt-Walsum und Aldenrade, neugebaute Eigentumswohnungen können hier schon mal 2.800 Euro/ qm kosten.

In Meiderich-Beeck entstehen im Rahmen des Projekts Wohnpark Milchhof 28 Reihenhäuser mit verschiedenen Haustypen. Ein Preisbeispiel weist für ein Haus mit 116 qm Wohnfläche einen Quadratmeterpreis von ca. 1.500 Euro aus.

Duisburg Süd


Im Stadtbezirk Duisburg Süd finden Interessenten überwiegend guten und sehr guten Lagen vor. Weil naturnah gelegen und gleichzeitig gut an die Stadtautobahn und die Autobahnen Richtung Düsseldorf, Krefeld, Köln und Oberhausen angebunden, sind die Stadtteile Buchholz, Großenbaum und Huckingen besonders beliebt. Neubau-Eigentumswohnungen in Großenbaum werden beispielsweise für 2.500 Euro/ qm angeboten.

Im Neubaugebiet "Wohnen im Rosenpark" entstehen im Stadtteil Buchholz insgesamt 40 Doppelhaushälften und freistehende Einfamilienhäuser gehobener Kategorie mit vier bis fünf Zimmern. Mittelfristig wird zwischen Wedau und Bissingheim auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs ein neues Wohngebiet entstehen.

Mühlheim an der Ruhr


Östlich an Duisburg angrenzend befindet sich die kreisfreie Stadt Mülheim an der Ruhr mit ihren rund 170.000 Einwohner. Die Stadt ist eingebettet zwischen Duisburg, Oberhausen und Essen, südlich von Mühlheim liegt der Ballungsraum Düsseldorf.

Seit der Montankrise hat sich Mühlheim zu einem Wirtschaftsstandort mit Branchenvielfalt entwickelt. Es ist außerdem Sitz zweier Max-Planck-Institute und Standort der Hochschule Ruhr West. Aufgrund der guten wirtschaftliche Entwicklung und eines Grün- und Waldflächenanteils von über 50 Prozent gilt Mühlheim als attraktiver Wohnort. Weitere Pluspunkte: Die Stadt verfügt über gute Anbindungen an die Autobahnen A40, A52, A3 und A57, der internationale Flughafen Düsseldorf ist in nur ca. 15 Minuten Fahrzeit zu erreichen.

Infolge der attraktiven Rahmenbedingungen und des allgemeinen Trends der Reurbanisierung wächst die Bevölkerungszahl in Mülheim. Der Immobilienmarkt weist infolgedessen ein stabiles und hohes Preisniveau auf. Im vergangenen Jahr sind die Preise in den guten und sehr guten Lagen durchweg gestiegen, in den restlichen Lagen in etwa gleich geblieben. Laut Gutachterausschuss lagen die durchschnittliche Preise für neuwertige Eigentumswohnungen (Erstverkäufe) zwischen 2.175 Euro/ qm im mittleren Lagen und 2.600 Euro /qm in guten Lagen. Noch deutlich höhere Preise erzielten luxuriös und hochwertig ausgestattete Wohnungen in repräsentativen Gebäuden - an der Ruhrpromenade lagen die Preise im Mittel bei 2.950 Euro/ qm. Bestehende und umgewandelte Eigentumswohnungen kosteten 2013 in den mittleren Lagen zwischen 875 Euro und 1.900 Euro/ qm.

Lagen
In Mühlheim zieht es Interessenten nicht überwiegend in die City. Die begehrtesten und teuersten Gegenden für Villen und großzügige Einfamilienhäuser liegen rund um den Uhlenhorst (Broich) sowie in Teilbereichen von Holthausen. Zu den sehr guten Lagen zählen auch Gebiete wie Menden und Speldorf, auch freistehende Einfamilienhäuser in den Wohngebieten von Saarn, Holthausen, Speldorf und Broich werden verstärkt nachgefragt. Ebenfalls groß ist das Interesse an großzügigen Eigentumswohnungen in begehrten Lagen.

Ausblick
In Mühlheim dürften sich die Preise in den kommenden Jahren in guten Lagen weiter erhöhen. Die vorteilhafte landschaftliche und zentrale Lage und die hohe Lebensqualität der Einwohner schlagen sich in den Kaufpreisen nieder.

Neubauprojekte
Im "Ruhrquartier" im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts "Ruhrbania" entstehen 52 Eigentumswohnungen mit Größen von 65 bis 242 Quadratmeter. Das Quartier wird Ende 2015 bezugsfertig sein. In der Arnoldstraße werden auf dem Grundstück einer ehemaligen Schule 13 Einfamilienhäuser gebaut, die im Jahr 2015 bezugsfertig sein werden. Im Seniorenpark Mühlheim-Speldorf entstehen bis Oktober 2014 acht neue Eigentumswohnungen (Betreutes Wohnen).

Moers


Westlich von Duisburg liegt Moers, in dem rund 107.000 Einwohner leben. Charakteristisch für die Stadt ist der urtümlich gebliebene Stadtkern. Aufgrund seiner Lage ist Moers ein attraktiver Wohnort für Berufstätige aus dem Umkreis, wer beispielsweise in Duisburg arbeitet, findet hier ein vergleichsweise ruhiges Flair vor. Dies zeigt sich auch an den Verkaufszahlen am Immobilienmarkt: So waren laut Gutachterausschuss 37 Prozent auswärtige Erwerber an den Umsätze beteiligt, davon kamen 34 Prozent aus dem Umkreis von 50 Kilometer, 20 Prozent aus der links und 14 Prozent aus der rechtsrheinischen Region.

Das ursprünglich vom Bergbau dominierte Moers ist inzwischen mittelständisch geprägt mit Unternehmen verschiedener Branchen, Schwerpunkte sind die Bereiche Dienstleistungen und Handel. Die Arbeitslosigkeit beträgt ca. 10 Prozent. Verkehrstechnisch ist Moers gut angebunden - der öffentliche Nahverkehr reicht bis in die nahe gelegenen Städte, z. B Duisburg und Krefeld. Die Autobahnen A 57, A 40 und A42 sind in wenigen Minuten zu erreichen.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Einwohnzahl in Moers in etwa gleich geblieben, der Immobilienmarkt ist als stabil zu bezeichnen. Die Preise für Neubauten stiegen leicht an. Wie in den Jahren zuvor war auch 2013 der Teilmarkt der Weiterverkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem Marktanteil von insgesamt 35,9 Prozent Spitzenreiter bei den Kauffällen. Der durchschnittliche Kaufpreis für neu erbaute Doppelhaushälften/Reihenendhäuser lag bei 255.000 Euro (+ 7,8 %), neu erstellte Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten durchschnittlich 332.000 Euro.

Der Teilmarkt der Eigentumswohnungen war insgesamt rückläufig. Um 14 Prozent sank der Anteil von gebrauchten Wohnungen bei den Verkaufsfällen insgesamt und um 15,6 Prozent beim Geldumsatz. Neue Wohnungen wurden im letzten Jahr geringfügig weniger gekauft. Die Preise für Altimmobilien fielen 2013 um 2 Prozent, für Neubauten mussten Erwerber 8 Prozent mehr zahlen. In sehr guter Lage kostete eine neuerrichtete Eigentumswohnung durchschnittlich 2.625 Euro/ m² Wohnfläche. In den Top-Lagen betrug der Preis bis zu 3.300 Euro/ m².

Lagen
Top-Lagen in Moers finden sich zum einen in der Innenstadt - beispielsweise in der Altstadt. Zudem finden sich begehrte und teure Gegenden in den rund um den Schlosspark gelegenen Stadtteilen Vinn und Hülsdonk. Hier erfreuen sich insbesondere auch Wohnungen für die Generation 50+ einer immer größeren Beliebtheit, der kein ausreichendes Angebot gegenübersteht. Im nördlich gelegenen Ortsteil Utfort finden sich ebenfalls gute und sehr gute Lagen mit individuellen Häusern und großen Grundstücken. Auch die südlich der Innenstadt gelegenen Stadtteile Schwafheim und Kapellen sind begehrt. Kapellen gilt aufgrund seiner Mischung aus Alt und Neu als familienfreundlich. Überwiegend einfache und mittlere Lagen lassen sich beispielsweise in Meerbeck, Asberg, Eick und Repelen ausmachen.

Ausblick
Auch die Aussichten auf dem Moerser Immobilienmarkt sind als stabil zu bezeichnen.
Insbesondere in den stadtnahen Lagen mit Infrastruktur ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern hoch. Dies gilt ebenso für die umliegenden Stadtteile mit ihren gewachsenen Strukturen und Ortskernen. Im Zentrum und den zentrumsnahen Lagen ist die Nachfrage nach hochwertigen Eigentumswohnungen deutlich gestiegen. Gegenüber den umliegenden Metropolen ist das Preisniveau in Moers vergleichsweise moderat.

Neubauvorhaben
Im "Musikerviertel" von Moers-Kapellen entstehen die Häuser Richard und Klara - zwei Mehrfamilienhäuser mit hochwertig ausgestatteten Eigentumswohnungen und Tiefgaragenplätzen. Im Rahmen des Projekts city flair wird in der Filder Straße 2014/2015 ein modernes Stadthaus mit 5 Komfort-Eigentumswohnungen (3 bis 4 Zimmer) gebaut.

Oberhausen


Nordwestlich von Duisburg schließt sich unmittelbar an die Stadtgrenze Oberhausen mit ca. 210.000 Einwohnern an. Oberhausen besteht aus drei Stadtbezirken mit jeweils eigener Ortsmitte. In den 1990er Jahren ist die alte Stadtmitte um die sogenannte Neue Mitte - überwiegend bestehend aus Europas modernstem Einkaufszentrum CentroO sowie Veranstaltungs- und Freizeiteinrichtungen - ergänzt worden. Wie andere Städte des Ruhrgebietes hat auch Oberhausen in den vergangenen Jahrzehnten einen gravierenden Strukturwandel vollzogen. Neue Wirtschaftszweige haben sich entwickelt, so bilden beispielsweise Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen einen ökonomischen Schwerpunkt, ebenso finden hier zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt. Doch die Lage bleibt schwierig. Oberhausen ist die am höchsten verschuldete Stadt Deutschlands, und mit 13,4 Prozent liegt die Arbeitslosigkeit im bundesweiten Schnitt ebenfalls sehr hoch.

Das Preisniveau am Immobilienmarkt ist etwas niedriger als in Moers oder Mühlheim an der Ruhr. Laut Gutachterausschuss ist der Geldumsatz für unbebaute und bebaute Grundstücke in Oberhausen im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Preise für Eigentumswohnungen haben sich im Durchschnitt nur geringfügig geändert, für Neubauwohnungen fielen höhere Kaufpreise an, bei bestehendem Wohneigentum hingegen sank das Preisniveau. In mittleren bis guten Wohnlagen kosteten Eigentumswohnungen zwischen 1.800 Euro/qm bis 2.400 Euro/qm. Die Preise für unbebaute Grundstück sind leicht gestiegen.

Lagen
In Oberhausen gibt es attraktive Lagen, vor allem der Norden der Stadt ist grün. Gefragte Stadtteile befinden sich beispielsweise in Schmachtendorf und Holten, Top-Lagen in Alsfeld, Königshardt und Klosterhardt. Weniger begehrt ist hingegen zur Zeit Osterfeld und auch in Teilen der Innenstadt gibt es Leerstände. Der südliche Teil Oberhausens ist eher von einfachen und mittleren Lagen geprägt.

Ausblick
Aufgrund des seit Jahren kontinuierlichen Rückgangs der Einwohnerzahlen (laut einer aktuellen Studie wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um weitere 7,2 Prozent schrumpfen) und der Leerstände, sollte, wer in Oberhausen eine Immobilien erwirbt, Objekt und Umfeld genau prüfen. In guten und sehr guten Lagen wird die Nachfrage nach werthaltigen Immobilien auch weiterhin gegeben sein. Und: Im Vergleich zu anderen Ruhr-Metropolen wie Köln oder Düsseldorf ist das Preisgefüge hier auch in den Top-Lagen noch günstig. Gebrauchte Objekte in weniger attraktiven Vierteln sind eher nicht zu empfehlen.

Neubauvorhaben
Im Oberhausener Stadtteil Osterfeld entstehen im Wohnpark "An den alten Schulen" 60 Einfamilienhäuser. Komplett fertig gestellt sein wird das Projekt voraussichtlich 2016. In Oberhausen-Schmachtendorf entstehen auf der Schmachtendorfer Straße / Am Leitgraben 4 Einfamilienhäuser mit Vollkeller und Solaranlage. Auf der August-Schmidt-Straße werden zwei Doppelhaushälften erstellt. Die 1,5-geschossigen Häuser werden mit Vollkeller und Solaranlage ausgestattet sein. In Alsfeld / Klosterhardt-Nord werden an der Schweriner Straße 7 barrierefreie Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern gebaut.

Umland Duisburg/ Mühlheim an der Ruhr/ Moers/ Oberhausen


Weitere Standorte in dem Bereich sind im Norden beispielsweise Dinslaken, Hünxe und Wesel, im Westen Kamp-Lintfort, Geldern, Issum, Vluyn und Kempen und im Süden Lintorf (Süden). Sehr gute bis Topwohnlagen finden sich insbesondere im Kreis Wesel in Dinslaken, Hünxe, Wesel, Kamp-Lintfort, Vluyn und Rheinberg. Für Pendler aus den vier großen Städten können aufgrund der guten Verkehrsinfrastruktur auch weiter entfernte Kleinstädte oder Dörfer in Frage kommen, in denen ruhiges, ländlich geprägtes Leben in unmittelbare Nähe zur Natur möglich ist. Im Umland überwiegt das Angebot an Häusern im Verhältnis zu Eigentumswohnungen. Wer ein Haus sucht, nur wenig ausgeben möchte und eher ländlich wohnen will, der wird hier fündig, das Angebot ist groß. Die Preisskala ebenfalls - sie reicht von Villen, die rund 1 Mio. Euro kosten, bis zu kleinen Einfamilienhäusern, die für weniger als 100.000 Euro zu haben sind. Gebrauchte Eigentumswohnungen gibt es ab etwa 300 Euro pro qm, für Neubauobjekte können vereinzelt bis zu 3.300 Euro pro qm anfallen.

Fördermittel Bund und Land


Wer in Duisburg, Mühlheim an der Ruhr, Moers, Oberhausen oder dem Umland Wohneigentum erwerben oder bauen möchte, kann zum einen über die KfW die Fördermittelprogramme des Bundes nutzen. Das Förderinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW-Bank, bietet spezielle Programme für den Neubau bzw. Ersterwerb einer Immobilie, den Kauf oder die Sanierung/den Umbau gebrauchter Objekte, die energieeffiziente Sanierung eines bestehenden Objekts usw.

Förderprogramme Nordrhein-Westfalen Teil 1
Förderprogramme Nordrhein-Westfalen Teil 2
Förderprogramme Nordrhein-Westfalen Teil 3

Fördermittel Städte
Für Duisburg, Mühlheim an der Ruhr, Moers und Oberhausen liegen keine Förderprogramme vor.

Fördermittel Kirche
Das Siedlungshilfswerk des Bistums Essen vergibt zinslose Darlehen für den Kauf von Eigenheimen und Eigentumswohnungen sowie für den Ausbau oder die Instandsetzung eines vorhandenen Eigenheimes. Das Darlehen ist grundsätzlich zinslos, wird zu 100 Prozent ausbezahlt und ist vom Darlehensnehmer mit 10 Prozent jährlich zu tilgen. Die Darlehenshöhe beträgt im Regelfall 10.000 Euro (Familie mit einem Kind), auf Antrag kann es pro Kind um 2.000 Euro auf 20.000 Euro aufgestockt werden. Zum Bistum Essen gehören Duisburg, Mühlheim an der Ruhr und Oberhausen.

Der Bauhilfefonds der Diözese Münster, in deren Bereich Moers liegt, vergibt für bauwillige katholische Familien Kleinkredite bis 6.000 Euro. Kriterien für die Vergabe sind unter anderem die Anzahl der im Haus lebenden Kinder, das Einkommen der Familie, die Höhe der Baukosten. Das Darlehen ist in den ersten fünf Jahren zinslos und in zehn Jahren zu tilgen. In den letzten fünf Jahren wird der Zinssatz der Darlehenskasse Münster für eine fünfjährige Zinsfestschreibung zugrunde gelegt.

Die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland vergeben Erbbaurechte. Die Konditionen sind von den vergebenden Gemeinden abhängig. Bei diesen können Interessierte nähere Auskünfte erhalten.

Quellen: >Gutachterausschuss für Grundstückswerte NRW Immobilienkompass der Zeitschrift Capital; www.wohnlagenkarte.de; Engel & Völkers Commercial Marktreport 2013/2014 Duisburg; LBS Immobilien Preisspiegel 2014 Immobilienmarkt NRW 2014; www.Immobilienscout24.de; Stadt Duisburg; Befragung von Marktteilnehmern, und eigene Recherchen und Bewertungen

Übersicht der Standortprofile


Die Standortprofile untersuchen den Zustand des Wohnimmobilienmarktes einer oder mehrerer Städte der Region und geben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Immobilienmarkt Berlin
Immobilienmarkt Hamburg
Immobilienmarkt München
Immobilienmarkt Köln
Immobilienmarkt Frankfurt
Immobilienmarkt Essen
Immobilienmarkt Dortmund
Immobilienmarkt Stuttgart
Immobilienmarkt Düsseldorf
Immobilienmarkt Bremen
Immobilienmarkt Hannover
Immobilienmarkt Duisburg
Immobilienmarkt Leipzig
Immobilienmarkt Nürnberg
Immobilienmarkt Dresden
Immobilienmarkt Bochum
Immobilienmarkt Mannheim
Immobilienmarkt Bonn
Immobilienmarkt Karlsruhe
Immobilienmarkt Wiesbaden
Immobilienmarkt Münster
Immobilienmarkt Braunschweig
Immobilienmarkt Freiburg
Immobilienmarkt Erfurt

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