Kommentar Zinsentwicklung im Juli: 10-jährige Bauzinsen geben nach
Hamburg, 05.08.2026 – Der durchschnittliche Bauzins für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung ist im Juli leicht gesunken. Das zeigen Daten des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24. Kunden, die ihre Finanzierung im Juli abschlossen, zahlten im Schnitt 4,03 Prozent und damit etwas weniger als im Juni (4,06 Prozent). Über alle Laufzeiten hinweg sank der Durchschnittszins von 4,07 auf 4,04 Prozent. Damit endet vorerst der seit März anhaltende Aufwärtstrend.
Abbildung 1: Entwicklung der durchschnittlichen Bauzinssätze mit 10–15-jähriger Zinsbindung (schwarz) sowie der jeweiligen monatlichen Bestkonditionen (grau)
Bei den Bestkonditionen zeigt sich die gegenläufige Entwicklung: Der Top-Zins für zehnjährige Darlehen stieg von 3,96 Prozent im Juni auf 4,00 Prozent im Juli und erreicht damit wieder die 4-Prozent-Marke. Die Spanne zwischen Durchschnitts- und Bestzins hat sich dadurch merklich verengt.
Auch beim Finanzierungsverhalten sind im Juli Veränderungen zu beobachten. Das durchschnittliche Darlehensvolumen legte leicht zu (Juni: 303.483 EUR, Juli: 303.913 EUR). Gleichzeitig ging das eingebrachte Eigenkapital von 116.665 EUR auf 113.604 EUR zurück. In der Folge sank die durchschnittliche Eigenkapitalquote von 27,8 auf 27,2 Prozent. Gleichzeitig sank die monatliche Belastung: Baufi24-Kunden zahlten im Juli durchschnittlich 1.420 EUR pro Monat und damit 48 EUR weniger als im Juni (1.468 EUR).
Ausblick von Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24
„Nach vier Monaten mit steigenden Bauzinsen hat sich die Lage im Juli auf hohem Niveau minimal beruhigt – der Durchschnittszins für zehnjährige Darlehen ist leicht gesunken. Gleichzeitig verzeichnete die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe im Juli ihren stärksten Anstieg seit März und notierte zum Monatsende zeitweise über 3,20 Prozent. Dass sich diese Bewegung nicht unmittelbar in höheren Bauzinsen niedergeschlagen hat, zeigt, dass der Markt volatil bleibt und sich weiterhin in beide Richtungen bewegt. Für die kommenden Monate rechnen wir mit einer anhaltend hohen Schwankungsbreite, nicht zuletzt mit Blick auf die EZB-Zinsentscheidung im September. Käuferinnen und Käufer sollten daher auf ausreichend finanziellen Puffer achten und sich Finanzierungsangebote zeitnah sichern.“
Abbildung 2: Vergleich der monatlichen Entwicklung der durchschnittlichen Bauzinssätze, Bestkonditionen, Bundesbankzinsen und der zehnjährigen Bundesanleihe
Über den Autor:
Oliver Kohnen ist seit 2023 bei Baufi24 als Head of Franchise tätig, seit 2024 auch als Geschäftsführer neben Tomas Peeters. Zuvor war er bei verschiedenen Instituten der Finanzbranche beschäftigt. Er bewertet in seinem Zinskommentar regelmäßig die wirtschaftspolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Bauzinsen.
Über Baufi24
Die Baufi24 Baufinanzierung GmbH ist mit 200 Mitarbeitenden an über 70 Standorten deutschlandweit einer der marktführenden unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen und steht für smarte, innovative Baufinanzierung. Baufi24 vergleicht für Kundinnen und Kunden die Angebote von mehr als 600 Banken, Versicherungen und Bausparkassen mit dem Ziel, Transparenz auf dem Konditionsmarkt zu schaffen und schnelle Finanzierungszusagen zu ermöglichen. Seit April 2022 gehört Baufi24 zur dann gegründeten Bilthouse-Gruppe. Sie vereint als Holding die erfolgreichen Marken von Baufi24, Hüttig & Rompf und Creditweb. Gemeinsam setzen die Unternehmen auf persönliche, digital gestützte und vor allem transparente Finanzierungsberatung für Menschen, die eine Immobilie suchen. Um einen klaren Mehrwert für Endkunden zu schaffen, gehört auch Kredit24 für Privatkredite dazu. Das B2B-Fintech FinLink komplettiert das Angebot als CRM für die Immobilienfinanzierung. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 700 Mitarbeitende mit einem vermittelten Baufinanzierungsvolumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Baufi24 wurde im Jahr 2026 als doppelter Testsieger ausgezeichnet: Bester Vermittler Baufinanzierung & Bester Vermittler Anschlussfinanzierung.