Der Berlin-Guide von Baufi24: So attraktiv sind die einzelnen Bezirke

Die große Studie zu den Berliner Stadtteilen

Welcher Stadtteil bietet die meisten Vorzüge? Wir haben alle 12 Berliner Bezirke untersucht und in wichtigen Kategorien der Lebensqualität bewertet.

Dit is Berlin: Der Hauptstadt-Guide von Baufi24

Den echten Berliner gibt es noch, aber er ist eine Rarität geworden. Nur 47 Prozent der in Berlin lebenden Personen sind auch in der Stadt geboren. Wie keine andere deutsche Stadt lädt die Hauptstadt besonders viele Menschen aus anderen Regionen Deutschlands und der Welt dazu ein, sich langfristig niederzulassen. Ein Grund dafür ist die große Vielfalt, die Berlin bietet. Je nach Kiez erlebt man die Stadt ganz unterschiedlich: Mal als turbulentes Ausgehviertel, mal als gutbürgerliche Wohnidylle oder multikultureller Hipsterkiez. Berlin ist gleichermaßen urbane Metropole und Großstadt im Grünen. Gerade das macht die Stadt für Einheimische wie Zugezogene so attraktiv.

Berlin glänzt außerdem mit einigen kleinen Besonderheiten. Dazu gehören die sogenannten Spätis, kleine Ladengeschäfte, die ihre Kunden oft rund um die Uhr mit allem was das Herz begehrt versorgen. Rund 900 Spätis gibt es über die Stadt verteilt und sie sind nicht nur Anlaufstelle für den kleinen Einkauf, sondern Treffpunkt für Nachbarn, Freunde und Besucher der Stadt.

Um noch mehr spannende Einblicke zu geben, haben wir eine Studie durchgeführt, in der die zwölf Stadtbezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick in den sieben Kategorien Arbeit, Familie, Studium, Gastronomie und Nachtleben, Kultur, Sport und Natur und Verkehrsanbindungen untersucht wurden. Die Erkenntnisse aus den analysierten Faktoren offenbaren einen Einblick in die Vorzüge und Stärken der einzelnen Berliner Stadtbezirke.

Inhalt:

Auswertungsergebnisse

Rang Bezirk Gesamtergebnis Arbeit Familie Studium Gastronomie und Nachtleben Kultur Sport und Natur Verkehrs-
anbindung
1 Mitte 100 100 43,8 100 97,2 100 87,2 83,6
2 Charlottenburg-Wilmersdorf 76,8 87,2 40 59,4 49,6 52,2 100 92,5
3 Tempelhof-Schöneberg 65,9 48,1 42,1 49,6 54,4 39,4 85,9 100
4 Pankow 63 67,4 100 52,8 54,4 27,9 86,9 14
5 Steglitz-Zehlendorf 54,1 53,3 47,4 36,5 24,9 47,7 56,4 87
6 Friedrichshain-Kreuzberg 48,3 70 0 1,5 100 63,3 24,5 61,2
7 Neukölln 32,4 19,7 35,8 11,8 53,4 38,5 0 71,8
8 Treptow-Köpenick 27,5 26,3 37,2 36,2 13,2 36,1 47,7 6,7
9 Reinickendorf 26,9 18,9 33,9 37,3 8,5 4,4 34,8 62
10 Lichtenberg 12,2 8,6 16,3 0 8,6 16,2 44,9 22,2
11 Spandau 11 5,3 18,8 27,6 1,9 0 4,1 52,5
12 Marzahn-Hellersdorf 0 0 2,7 19,5 0 2,4 23,7 0

Gesamtergebnis Skala: 100-0

Methodik

Um die Attraktivität der Berliner Stadtbezirke für verschiedene Zielgruppen einzuschätzen, wurden die zwölf Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick auf eine Vielzahl von Kriterien in folgenden sieben Untersuchungsfeldern analysiert: Arbeit, Familie, Studium, Gastronomie und Nachtleben, Kultur, Sport und Natur sowie Verkehrsanbindung.

Alle Einflussfaktoren tragen gleichwertig zum Endergebnis bei. Die Untersuchung wurde vor dem 2. Februar 2021 durchgeführt.

Untersuchungsfeld 1: Arbeit


Unternehmen, Startups und Bruttoeinkommen

Aufstellungen über Unternehmen und Startups mit Sitz in Berlin wurden dem Statistischen Jahrbuch 2020 (vgl. Seite 444) und der Berliner Startup-Map entnommen. Das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen stammt aus Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Untersuchungsfeld 2: Familie


Schulen, Kitaplätze und Spielplätze

Aufstellungen über Schulen und Kitas (staatlich und in privater Trägerschaft) wurden der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg entnommen. Informationen über Spielplatzflächen stammen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Es wurden die aktuellsten Daten genutzt.

Bevölkerungsdichte

Die Bevölkerungsdichte (Einwohner pro km²) auf Bezirksebene wurde dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg entnommen.

Immobilien-Angebot und Quadratmeterpreis

Alle Informationen über zum Verkauf stehende Immobilien und durchschnittliche Marktpreise für Eigentumsimmobilien pro m² basieren auf Daten der PriceHubble Deutschland GmbH.

Untersuchungsfeld 3: Studium


Hochschulen, Bibliotheken und Volkshochschulkurse

Aufstellungen über sämtliche Universitäten, Hochschulen und Akademien (staatlich und privat) sowie über öffentliche Stadtteilbibliotheken wurden dem Statistischen Jahrbuch 2020 entnommen. Eine Zuordnung auf Bezirksebene erfolgte manuell.

Miete

Informationen über den durchschnittlichen lokalen Mietpreis einer Wohnimmobilie pro m² auf Bezirksebene wurden einem aktuellen Immobilienmarktbericht entnommen.

Untersuchungsfeld 4: Gastronomie und Nachtleben


Restaurants, Lieferdienste und Clubs

Die lokale Verbreitung von Restaurants, Clubs und Lieferdiensten wurde der Datenbank Open Street Maps sowie dem Vermittlungsportal Lieferando entnommen. Open Street Maps arbeitet mit gemeinschaftlich zusammengetragenen Informationen, daher sind die Ergebnisse als ein Indikator für die Dichte an Restaurants und Nachtclubs im untersuchten Bezirk zu betrachten. Die tatsächliche Gesamtmenge an Restaurants und Nachtclubs kann abweichen. Eine Zuordnung auf Bezirksebene erfolgte manuell.

Spätis

Eine Aufstellung über Spätkaufgeschäfte in Berlin wurde der Plattform Spätifinder.de entnommen und durch manuelle Recherche ergänzt. Spätifinder arbeitet mit gemeinschaftlich zusammengetragenen Informationen, daher sind die Ergebnisse als ein Indikator für die Dichte an Spätis im untersuchten Bezirk zu betrachten. Die tatsächliche Gesamtmenge an Spätis kann abweichen. Eine Zuordnung auf Bezirksebene erfolgte manuell.

Untersuchungsfeld 5: Kultur


Bühnen, Museen, Kinos

Aufstellungen über Theater, Kinos und andere Kulturbühnen sowie über Museen und Gedenkstätten wurden den Berliner Bühnen, dem Hauptstadtportal Berlin.de und Open Street Maps entnommen. Open Street Maps arbeitet mit gemeinschaftlich zusammengetragenen Informationen, daher sind die Ergebnisse als ein Indikator für die Dichte an Kinos und Museen im untersuchten Bezirk zu betrachten. Die tatsächliche Gesamtmenge kann abweichen. Eine Zuordnung auf Bezirksebene erfolgte manuell.

Untersuchungsfeld 6: Sport und Natur


Fitnessstudios, Schwimmbäder, Kletteranlagen

Aufstellungen über Fitnessstudios, Schwimmbäder und Kletteranlagen wurden der Datenbank Open Street Maps und den Berliner Bäderbetrieben entnommen und durch manuelle Recherche ergänzt. Open Street Maps arbeitet mit gemeinschaftlich zusammengetragenen Informationen, daher sind die Ergebnisse als ein Indikator für die Dichte an Fitnessstudios und Kletteranlagen im untersuchten Bezirk zu betrachten. Die tatsächliche Gesamtmenge kann abweichen.

Stadtbäume

Informationen über den Straßenbaumbestand (2019) auf Bezirksebene stammen aus den Daten der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Untersuchungsfeld 7: Verkehrsanbindung


Hauptbahnhof, Fernbusbahnhof (ZOB) und Flughafen Berlin-Brandenburg (BER)

Die durchschnittlichen Fahrzeiten bei Nutzung des ÖPNV in Minuten, die man vom Zentrum des Stadtbezirks bis zum Berliner Hauptbahnhof, ZOB und zum Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) benötigt, wurde mit Hilfe des Kartendienstes Google Maps ermittelt.

Berechnung


Um die Ergebnisse aller untersuchten Stadtbezirke in einem Einflussfaktor miteinander vergleichen zu können, wurden die Ergebnisdaten auf einer Punkteskala von 0 bis 100 standardisiert. Der Stadtbezirk, der im jeweiligen Einflussfaktor am attraktivsten abschnitt, erhielt die Punktzahl 100. Der Stadtbezirk, der im jeweiligen Einflussfaktor am wenigsten attraktiv abschnitt, erhielt die Punktzahl 0. Die Punktzahl aller anderen Stadtbezirke ordnen sich ihrem Ergebnis entsprechend zwischen 0 und 100 ein. Das Auswertungsergebnis eines Untersuchungsfeld ergab sich aus der Summe der Punkte aller Einflussfaktoren in dem jeweiligen Untersuchungsfeld. Die Auswertungsergebnisse aller Stadtbezirke wurden ebenfalls standardisiert, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.

Die Gesamtauswertung ergab sich aus der Summe aller Auswertungsergebnisse aller Untersuchungsfelder, welches ebenfalls auf einer Punkteskala von 0 bis 100 standardisiert wurde und die endgültige Rangliste ergab.

Für die Standardisierungen wurde die folgende Normalisierungsformel genutzt:

Formel Normalisierung

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