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Förderprogramme für Bauherren in Baden-Württemberg - Teil 4

Die Grün-Rote-Landesregierung in Baden-Württemberg ist sehr aktiv, was die Initiierung neuer Förderprogramme angeht. Insbesondere liegt der Fokus auf einer ökologisch verbesserten Unterstützung von Eigentümern, sodass die Programme der KfW nochmals verbilligt werden. Zwei Förderinstrumente sind daher neu ins Leben gerufen: „Energieeffizienzfinanzierung Bauen“ und „Energieeffizienzfinanzierung Sanieren“. Außerdem bietet das Land auch eine spezielle Bürgschaft für Wohneigentümergemeinschaften, die es den Betroffenen erleichtert, KfW-Darlehen aufzunehmen. Ein weiterer Fördertopf sieht auch noch staatliche Gelder im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) für Immobilieneigentümer vor.

 

 

Energieeffizienzfinanzierung Bauen

Das Programm basiert auf dem KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ Die günstigen Konditionen der KfW werden nochmals verbilligt. Kreditnehmer erhalten eine weitere Zinsverbilligung. Die Zinsvergünstigungen gelten für die ersten 10 Jahre der Laufzeit des Darlehens. Die Zinsen werden erst bei Antragsgestellung festgelegt. Dabei wird nach dem Bestzins-Verfahren vorgegangen. Das heißt, der Antragsteller erhält den günstigsten während der Antragsbearbeitung (Eingang bis Entscheid) gültigen Zinssatz. Nach Ablauf der Zehn-Jahresfrist vereinbart die L-Bank mit dem Kunden einen neuen, dann gültigen Zinnsatz. Ob dieser dann weiter zinsverbilligt wird, ist unklar. Das Programm entspricht den Rahmenbedingungen und den Leistungsumfängen des betreffenden KfW-Programms.

 

Energieeffizienzfinanzierung Sanieren

Auch dies Programm ist ein Zinsverbilligungsprogramm, in diesem Fall für das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren-Kredit“. Es gelten dabei die gleichen Rahmenbedingungen, wie unter dem Programm „Energieeffizienzfinanzierung Bauen“ beschrieben.

 

Bürgschaft für Wohnungseigentümergemeinschaften

Um Wohnungseigentümergemeinschaften den Zugang zu KfW-Krediten zu erleichtern, wurde Ende 2011 ein entsprechendes Bürgschaftsprogramm ins Leben gerufen. Der Grund war, dass die KfW-Kredite durch das Grundbuch jedes einzelnen Wohnungseigentümers besichert werden mussten. Der dadurch entstehende Verwaltungsaufwand war in vielen Fällen ein schier unüberwindliches Hindernis für den Hausverwalter. Dieses Verfahren wird nun vereinfacht. Seit dem 01.01.2012 stellt die L-Bank zu diesem Zweck Bürgschaften speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften zur Verfügung. Die Regelung betrifft in erster Linie KfW-Programme zur Modernisierung und der energetischen Gebäudesanierung (KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“). Für andere Zwecke werden hingegen keine Bürgschaften zur Verfügung gestellt. Die Anträge hierfür stellt der Hausverwalter direkt bei der L-Bank. Hintergrund für das Bürgschaftsprogramm ist die bislang schleppende energetische Modernisierung von Bestandsimmobilien.

 

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Bei diesem Programm kann der Immobilieneigentümer zunächst einmal gar nicht selbst tätig werden. Die Gemeinde oder Stadt muss am Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) teilnehmen. Hierzu muss die Gemeinde einen Entwicklungsplan vorlegen, der abgesegnet wird. Die Bewilligung der Mittel liegt dann im Ermessen des Regierungspräsidiums. Dann hat der Eigentümer die Möglichkeit, Gelder für die Schaffung zusätzlichen Wohnraums in historischen Ortskernen zu erhalten. Gefördert wird auch die Schließung von Baulücken mit dem Ort entsprechender Ausgestaltung von Wohnhäusern. Aufgrund der Struktur des Programms lässt sich keine Aussage zu der Förderhöhe und den Konditionen treffen. Auch ist dies Programm zeitlich begrenzt, sodass nur wenige Immobilieneigentümer in den Genuss der Förderung kommen können.