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24. Mai 2019

Neues Grundsteuerkonzept: Warnung vor Angstkäufen

Mit Spannung werden die endgültigen Pläne zur Reform der Grundsteuer erwartet. Nachdem Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun ein erstes Konzept vorlegte, das die Grundsteuerbemessung individueller und damit gerechter machen sollte, gibt es stattdessen erste Anhaltspunkte, die befürchten lassen, dass die Pläne besonders Mieter hart treffen könnten und zu Angstkäufen auf dem Immobilienmarkt führen könnten.

Grund dafür ist der Plan, teure Wohnungen höher zu besteuern und Vermieter so dazu zu bewegen, Wohnraum preiswerter anzubieten. Das Problem dabei: In der Praxis werden solche Mehraufwendungen oft als Betriebskosten auf den Mieter umgelegt. "Besonders in Ballungsgebieten wie Hamburg oder München, die ohnehin bereits Höchstpreise aufrufen und wenig alternativen Wohnraum bieten, dürfte es zu einer sprunghaften Mietkostenerhöhung kommen", erwartet Stephan Scharfenorth vom Vermittlungs- und Beratungsportal für Baufinanzierungen Baufi24.de.

Privathaushalte unter Entscheidungsdruck

"Gerade Schwellenhaushalte, die sich bislang noch aus Vorsicht vor einem Immobilienkauf gescheut haben, könnten durch einen plötzlichen Mietkostenanstieg unter Druck geraten und voreilig für den Kauf einer Immobilie entscheiden, um der Mietsteigerung langfristig zu entgehen", befürchtet Scharfenorth und warnt zugleich vor unbedachten Entscheidungen. "Mieter sollten jetzt nicht überstürzt handeln. Stattdessen sollten Sie in Ruhe die individuelle Situation mit einem unabhängigen Berater besprechen und genau durchrechnen, bis zu welchem Kaufpreis sich der Erwerb eines eigenen Hauses oder einer Wohnung lohnt", rät Scharfenorth.

Folgen für den Immobilienmarkt

Auch einen Anstieg der Immobilienpreise hält der Experte nicht für ausgeschlossen. "Sollte die Nachfrage nach Wohneigentum in Folge einer Mietpreisexplosion plötzlich ansteigen, könnten die Immobilienpreise ebenfalls rasch nachziehen", so Scharfenorth.

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