Wie Kommunen bei der Baufinanzierung helfen

Kaum ein Bauherr oder Käufer weiß, dass Städte oder Gemeinden den Erwerb oder Bau von Häusern oder Wohnungen fördern können. Doch nicht jede Kommune ist dazu bereit, hier gilt es, eigenständig zu recherchieren oder einen Blick auf die Homepage von foerderdata.de zu werfen. Neben der Förderung von selbst genutzten Objekten ist auch eine finanzielle Unterstützung beim Mietwohnungsbau denkbar.

 

Die Förderung durch den Bürgermeister

Die finanzielle Unterstützung ist in den einzelnen Kommunen nicht identisch geregelt, es hängt von der Finanzlage der Städte und Gemeinden ab. So sind unterschiedliche Ansätze zu erkennen. Manchmal steht ein Baudarlehen zur Verfügung, nicht selten wird auch ein Bauzuschuss gewährt. Auch verbilligte kommunale Baugrundstücke, die zur Bebauung für Einfamilienhäuser geplant sind, können Antragsberechtigte erwerben, manchmal wird auch statt einer reinen Verbilligung ein Kaufzuschuss vereinbart. Andere Formen wie beispielsweise Erbbau- oder Erbpachtgrundstücke sind eher selten im Angebot. Doch nicht jeder kann auch die Mittel in Anspruch nehmen. So gibt es unterschiedliche Einschränkungen bei der Förderung. Hierbei spielen politische Vorstellungen die entscheidende Rolle.  So möchten viele Kommunen gerade Familien fördern. Hintergrund ist sicherlich hierbei auch der demografische Wandel, man möchte besonders den zu fördernden Personenkreis vor Ort halten. Oder wieder zurückholen. So gibt es durchaus Kommunen, die beispielsweise im Fall der Förderung auch  die Kindergartenbeiträge (städtischer Kindergärten)mit übernehmen. Die finanzielle Unterstützung richtet sich meist an Familien oder auch Behinderte beziehungsweise die Kombination aus beiden. Bei der Familienförderung gilt meist ein mit im Haushalt lebendes, noch nicht volljähriges Kind als Mindestvoraussetzung. Bei Behinderten gilt ein bestimmter Grad der Schwerbehinderung als Voraussetzung. Eine weitere Einschränkung gibt es beim Verdienst, Einkommensgrenzen gelten häufig bei der Vergabe von Darlehen, diese dürfen nicht überschritten werden und sind meist abhängig von der örtlichen Auslegung des Wohnraumförderungsgesetzes (WoFG). So kann das Einkommen der Familie beispielsweise 50 Prozent höher liegen als im WoFG ausgewiesen.

 

Förderungshöhe

Die Förderhöhe hängt zum einen von den persönlichen Voraussetzungen, zum anderen auch mit der finanziellen Ausstattung der Kommune und den politischen Zielen zusammen. So kann im Einzelfall eine erkleckliche Summe an kommunaler Förderung zusammenkommen. So bietet beispielsweise die Stadt Düsseldorf bei Neubau eines Hauses 35.000 Euro pro Familie zuzüglich 10.000 Euro für jedes Kind. Andere Kommunen geben einen Zuschuss beim Bauland von je 10 Prozent pro Kind, mit einer bestimmten Obergrenze. Entscheidend sind bei einem Darlehen jedoch  immer die Bedingungen, so ist nicht gewährleistet, dass die Kommunen tatsächlich immer die günstigsten Zinsen und die besten Rückzahlungsmodalitäten anbieten. Insoweit empfiehlt es sich auch immer einen Vergleich über Baufinanzierungsportale wie Baufi24.de durchzuführen, um das tatsächlich beste Angebot zu ermitteln. Dennoch sollte sich mit dem Thema kommunaler Wohnbaudarlehen beschäftigt werden, nicht selten lohnen sich diese im Rahmen des Finanzierungsmixes.

 

Ansprechpartner

Die Ansprechpartner sitzen meist im Bauamt von Städten, bei kleinen Kommunen ist das Büro des Bürgermeisters hierfür zuständig. Eine Garantie auf ein Darlehen oder Zuschuss gibt es jedoch nicht. Wenn die jährlichen Mittel hierfür ausgeschöpft sind, besteht keine Chance auf eine Förderung. Das heißt: „Wer zu erst kommt, mahlt zu erst“. Die beste Aussicht für die kommunale Förderung besteht also immer zu Beginn des Haushaltsjahres.