Anschlussfinanzierung: Rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindungszeit aktiv werden


Naht das Ende der Zinsbindungszeit, müssen sich Kreditnehmer Gedanken über die Anschlussfinanzierung machen. Denn die meisten Immobilieneigentümer haben nach der vereinbarten Frist die Darlehenssumme noch nicht komplett zurückgezahlt und müssen eine beträchtliche Restschuld tilgen. Ein Folgedarlehen ist also erforderlich.

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Rechtzeitig aktiv werden und Angebote vergleichen

Rechtzeitig aktiv werden und Angebote vergleichen

In der Regel erhält der Immobilieneigentümer einige Wochen vor Ablauf der festgeschriebenen Bindungsfrist von der finanzierenden Bank ein Anschlussangebot mit einem Zinssatz entsprechend des aktuellen Zinsniveaus. Wer beispielsweise vor zehn Jahren ein Darlehen abgeschlossen hat, kann sich dann aufgrund der derzeitig niedrigen Zinsen über deutlich geringere Monatsraten bei der Folgefinanzierung freuen.

Das Angebot der Hausbank ist jedoch nicht immer auch das lukrativste. Stattdessen kann es andere, günstigere Anbieter geben. Der Kreditnehmer sollte deshalb die Gelegenheit nutzen und die Bank spätestens drei Monate vor dem Zinsbindungsende um ein Verlängerungsangebot bitten sowie einen Angebotsvergleich weiterer Banken, Versicherer oder Baugeldvermittler vornehmen. Diese filtern aus einem Pool von Kreditinstituten die günstigste Finanzierung heraus. Mitunter halten auch regionale Anbieter wie Sparkassen- oder Bankfilialen besonders günstige Offerten bereit.


Was bei der Anschlussfinanzierung zu beachten ist

Die Kosten für einen Bankwechsel halten sich in Grenzen, in der Regel liegen die dabei anfallenden Grundbuch- und Notargebühren bei einigen Hundert Euro. Wichtig bei einem Angebotsvergleich: Der Kunde muss den Instituten die genaue Restschuldsumme nennen, die zum Stichtag noch offen ist. Zudem sollten alle Angebote auf Basis möglichst übereinstimmender Darlehensbedingungen – Zinsbindungsfrist, Tilgungssatz, Beleihungsgrenzen usw. – erstellt sein. Und: Auch ein bald auslaufender Kredit muss rechtzeitig gekündigt werden – bis spätestens einen Monat vor Laufzeitende. Es gibt aber auch Darlehensverträge, welche längere Kündigungsfristen als die gesetzlich mögliche enthalten oder automatisch enden, wenn keine neuen Vereinbarungen getroffen wurden. Genaueren Aufschluss geben die Anpassungsklauseln oder -konditionen des Kreditvertrags.

Was bei der Anschlussfinanzierung zu beachten ist

Zinsen frühzeitig sichern

Doch auch wenn die Zinsbindungsfrist erst in einem halben oder einem Jahr endet, können sich Kreditnehmer die aktuellen Niedrigzinsen bereits heute sichern. Viele Banken bieten dazu Verträge an, bei denen beispielsweise erst nach 12 Monaten Bereitstellungszinsen fällig werden, falls der Kunde das Darlehen nicht sofort abruft.

Eine andere Möglichkeit die Folgefinanzierung bereits weit im Voraus festzuzurren besteht darin, ein Forward-Darlehen abzuschließen. Ein solches stellen Banken bis zu fünf Jahre vor dem Ablauf der Sollzinsbindung zu Verfügung. Im Rahmen des Fordward-Vertrags werden die aktuellen Zinsen für das Anschlussdarlehen festgeschrieben. Dabei entspricht der Darlehensbetrag der Restschuld des alten Darlehens zum Auslauftermin. Der Kunde erhält die Summe am Zinsbindungsende des alten Vertrags ausgezahlt.


Kosten eines Forward-Darlehens

Der Zinssatz für das Forward-Darlehen basiert auf dem aktuellen Zinssatz, jedoch erhebt das Kreditinstitut für jeden Monat, der bis zur Auszahlung vergeht, einen Aufschlag. Dieser kann je nach Anbieter und Laufzeit variieren und beträgt etwa zwischen 0,01 und 0,04 Prozent pro Monat. Endet der alte Vertrag beispielsweise in drei Jahren, erhöht die Bank – bei einem Aufschlag von monatlich 0,02 Prozent – den eigentlichen aktuellen Zinssatz also um 0,72 Prozent pro Jahr. Ob sich der Abschluss eines Forward-Vertrags letztendlich auszahlt, lässt sich nicht genau vorhersagen. Daher sollten Interessenten verschiedene Szenerien berechnen und festlegen, welches Risiko sie bereit sind, einzugehen. Liegt das bei Zinsbindungsende gültige Zinsniveau über dem Forward-Zinssatz, geht die Rechnung für den Kreditnehmer auf. Bei inzwischen noch gesunkenem Zinsniveau hat er das Nachsehen, weil er trotzdem verpflichtet ist, der Bank das Darlehen zum vereinbarten Zinssatz abzunehmen.

Wer ein Forward-Darlehen aufnehmen möchte, sollte ebenfalls verschiedene Angebote vergleichen. Es gibt durchaus auch Geldinstitute, welche keinen Aufschlag verlangen. Insbesondere zum Jahresende reduzieren einige Anbieter im Rahmen von Aktionen die Zinsen oder verzichten ganz auf die Forward-Gebühren.

Kosten eines Forward-Darlehens