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Tagesgeld Verzinsung Das 360-Tage-Jahr Vergleiche Schwierigkeitsgrad Sicherheit
Tagesgeld
Grundsätzliches
Tagesgeldkonten werden überwiegend gebührenfrei durch die Kreditinstitute geführt. Der besondere Vorteil dieser Anlageform ist deren permanente Verfügbarkeit. Einen mitunter erheblichen Vorteil bieten Kontenmodelle, die monatliche Zinsgutschriften erteilen. Somit kommt der Anleger in den Genuss des Zinseszinseffektes, der insbesondere bei größeren Anlagebeträgen zu einer deutlichen Ertragssteigerung beiträgt. Tagesgeld ist auch bekannt als terminiertes Tagesgeld oder Ultimogeld.Einige Anbieter ermöglichen neben der so genannten Einmalzahlung auch regelmäßige Sparraten. Diese Varianten sollten jedoch mit anderen Anlageformen verglichen werden, da Tagesgeldkonten aufgrund der täglichen Verfügbarkeit eine vergleichsweise unattraktive Verzinsung bieten als längerfristig ausgerichtete Sparverträge.
Verzinsung
Die Verzinsung von Tagesgeldern beträgt zur Zeit rund 1,5 bis 3,5 Prozent pro Jahr. Das ist zwar im Vergleich zu anderen Anlageformen augenscheinlich wenig, jedoch relativiert sich dies in Anbetracht der ständigen Verfügbarkeit und der gebotenen Sicherheit.
Das 360-Tage-Jahr
Zinsen werden Ihnen je nach Modell entweder monatlich, viertel- , halb- oder ganzjährlich gutgeschrieben. Je häufiger Ihnen innerhalb eines Jahres die Gutschriften erteilt werden, um so höher ist die tatsächliche Rendite. Dieser Effekt nennt sich Zinseszinseffekt. Die Zinsangabe bezieht sich in der Regel immer auf eine jährliche Periode. Diese ist dann immer mit dem Zusatz "p.a." gekennzeichnet. Diese Abkürzung steht für das lateinische "per annum", also für "pro Jahr". Gut zu wissen ist auch, dass für Banken ein Jahr in der Regel nur 360 Tage hat. Jeder Monat, egal ob Schaltjahr oder nicht, hat dann immer dreissig Tage. Diese Regelung diente unrsprünglich der Vereinfachung. Sehr lange wurde im Bankwesen manuell kontiert. Zinsen mussten lange Zeit per Hand errechnet werden und das war insbesondere bei Kontokorrenten ein sehr aufwändiges Unterfangen.
Vergleichen lohnt sich
Selten bietet die eigene Hausbank den bestmöglichen Tarif, da deren Geschäftsmodell mit erheblichen Kosten verbunden ist, die bei Direktbanken oder onlinebasierenden Geschäftsmodellen nicht anfallen. Daher ist es sehr empfehlenswert, die Angebote zu vergleichen. Nicht selten sind bis zu 100% mehr Verzinsung möglich.
Schwierigkeitsgrad für den Anleger
Die Nutzung eines Tagesgeldkontos als Geldanlagee ist sehr bequem und auch für den unerfahrenenen Anleger empfehlenswert, da keinerlei Vorkenntisse erforderlich sind, um die Offerten der Anbieter vergleichen zu können.
Dennoch sollte bei einem Vergleich immer darauf geachtet werden, dass Sie nicht die berühmten Äpfel mit Birnen vegleichen. Vergleiche machen nur dann Sinn, wenn Laufzeiten und Zinsgutschriftstermine in den Vergleich mit einbezogen werden. Am leichtetsten fällt der Vergleich auf absoluter Basis. Dass heißt: nicht der Sollzinssatz entscheidet sondern das effektive Ergebniss in Euro am Ende der gleichen Laufzeit. Ebenso sind Auf- oder Abschläge für eine Online-Kontoführung zu berücksichtigen.
Egal ob Sie sich für ein Konto bei Ihrer Hausbank oder einer Spezial- oder Direktbank entscheiden, die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist sehr einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt.
Sicherheit
Tagesgeldkonten können als sehr sicher bezeichnet werden. Allerdings ist bei der Auswahl der Anbieter darauf zu achten, dass es sich um ein zugelassenes Institut handelt und ebenso sind die Risiken ausländischer Offerten zu prüfen.
Tagesgeldkonten sind Einlagengeschäft und zählen somit in den Bereich der zulassungspflichtigen Geschäfte. Hierzu ist eine KWG (Kreditwesengesetz)-Zulassung erforderlich. Institute, die eine solche Genehmigung erhalten werden von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) überwacht.
Die Sicherheit der Einlage wird durch die allgemein übliche Mitgliedschaft in Sicherungsverbänden oder dem Einlagensicherungsfonds hergestellt. Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den privaten Banken bis zur Höhe von 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert.
Dieser Schutz umfaßt alle "Nichtbankeneinlagen", also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.
Wichtig: Institute, die nicht dem Einlagensicherungsfonds angehören, bieten nur den Schutz durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Diese entschädigt maximal 90% der Einlagen, maximiert auf 20.000 Euro pro Anleger.




