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Mietkauf - ein teures Erwerbsmodell
Baufinanzierung - Baufi Journal, News und Wissenswertes
| 10.07.2009 - Baufinanzierung |
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Mietkauf - ein teures ErwerbsmodellVon Eike Schulze (es) Der Wunsch nach einem Eigenheim ist stark verbreitet, doch nicht jeder hat auch die Mittel, sich diesen Wunsch ad hoc zu erfüllen. Manch einem mangeln es an Eigenkapital, anderen an Bonität. "Warum nicht einen Weg finden, der eine Finanzierung ohne Bankschulden ermöglicht?", dachten sich verschiedene Finanzanbieter. Die Idee dabei ist ganz einfach, aber nicht neu: erst mieten, dann zahlen!
Inzwischen bieten die unterschiedlichsten Finanzdienstleister und Genossenschaften Mietkauf an. Beim Mietkauf wird zunächst ein Mietvertrag geschlossen, der zu einem späteren Zeitpunkt die Mietsache per Erklärung in das Eigentum des Mieters übergehen lässt - man könnte dieses Modell auch mit dem Ratenzahlungskauf bei Konsumgütern vergleichen. Den Zeitpunkt des Übergangs bestimmt der Mieter selbst. Zum Teil werden die Mietzahlungen auf den späteren Kaufpreis angerechnet. Und darin liegt auch schon der erste Pferdefuß: Da die Miete nur teilweise angerechnet wird, verliert der Mietkäufer monatlich Summe X auf Nimmerwiedersehen. Und: Erfahrungsgemäß werden die Objekte zu teuer vermietet. Auf diese Weise bauen die Anbieter Druck auf, damit die Mietkäufer möglichst frühzeitig den Kauf tätigen. Wer sich für einen Mietkaufvertrag entscheidet, sollte also über ein hohes Einkommen verfügen, denn auch die Ansparleistungen für den späteren Immobilienkauf müssen gestemmt werden. Mit einer Belastung von 1.500 - 2.000 Euro im Monat muss ein Mietkäufer schon rechnen. Legt der Vertrag außerdem fest, dass sich der Erwerber auch um die Modernisierung, beispielsweise eine neue Heizung, neue Dachrinnen oder Ähnliches kümmern muss, dürfte die monatliche Belastung noch wesentlich höher sein. Ein weiteres Problem ist auch, dass häufig zu teure Immobilien zum Mietkauf angeboten werden. Viele Immobilieneigentümer sehen im Mietkauf eine gute Möglichkeit, ihre Ladenhüter schnell an den Mann oder die Frau zu bringen. Sei es, dass das Objekt über eine schlechte Lage verfügt oder, wenn es sich um eine Gebrauchtimmobilien handelt, verwohnt ist.
Und die positiven Aspekte? Nun, der Mietkäufer kauft keine Katze im Sack, er wohnt bereits eine ganze Weile in dem Haus und kennt die Vor- und Nachteile des Objektes. Entscheidet er sich dann gegen das Haus, so kommt er meist ohne große Verluste aus dem Vertrag raus - allerdings nur, wenn der Kaufvertrag auch entsprechend ausgestaltet wurde.
Fazit: Die Lösung Mietkauf kann im Einzelfall für Personen, die über ein hohes Einkommen, aber kein Eigenkapital verfügen, interessant sein. Ansonsten ist von diesem Erwerbsmodell abzuraten.
Sollten Sie sich trotzdem für den Mietkauf interessieren hier einige Tipps:
- Prüfen Sie selbst die Vertragsbedingungen und stellen Sie sich folgende Fragen: Wie hoch sind die finanziellen Belastungen, falls mir das Objekt doch nicht gefällt? Was passiert beispielsweise, wenn ich eine zeitlang die Kaufpreisraten nicht zahlen kann? Ist die zum Mietkauf angebotene Immobilie belastet (verschuldet)? Was passiert, wenn der Verkäufer die Immobilie nicht mit meinem Geld entschuldet? Welche finanziellen Pflichten habe ich als Mieter (beispielsweise Renovierung)?
- Mietkaufverträge sind meist sehr komplex. Fragen Sie deshalb in Zweifelsfällen einen Rechtsanwalt oder Steuerberater. Das Geld ist meist gut angelegt und bewahrt vor späteren finanziellen Verlusten.
- Gehen Sie zu einer Bank und lassen Sie sich alternativ zu diesem Angebot eine Hypothekenfinanzierung geben.
- Holen Sie Informationen bei Verbraucherzentralen ein. Einzelne Anbieter sind dort schon einschlägig bekannt.
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Die richtige Strategie beim Immobilienkauf Wenn Sie ein Haus oder Grundstück von einem Privatanbieter kaufen wollen, ist es wichtig, die geeignete Verhandlungsstrategie zu finden. Eines steht fest: Private Verkäufer sind meist rechtlich, taktisch und fachlich unerfahren. Das Entscheidende: Sie können sich einen Vorteil verschaffen, wenn Sie sich gut vorbereiten. Im Idealfall kennen Sie einen Architekten, Bauingenieur oder Rechtsanwalt, der Sie unterstützt. Die richtige Strategie beim Immobilienkauf Verkäufer- und Nachrangdarlehen In Zeiten knapper Kassen, in denen es für viele Häuslebauer- und Käufer immer schwieriger wird, das nötige Eigenkapital aufzutreiben, können Verkäufer- oder Nachrangdarlehen eine Möglichkeit darstellen, dass es mit dem Eigenheim doch noch klappt. Diese Darlehen ersetzen zwar nicht die Finanzierung über Banken und Bausparkassen, ebnen aber in manchen Fällen den Weg, um eine Finanzierung zu stemmen. Verkäufer- und Nachrangdarlehen Förderprogramme in Hamburg - Teil 2 Das Programm Hamburger Eigenheimförderung umfasst noch zwei weitere Bausteine: Sonderdarlehen und Zuschüsse für energiesparendes Bauen und das Aufwendungsdarlehen. Förderprogramme in Hamburg - Teil 2
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