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Grundlagen der Finanzierung (1. Teil): Das persönliche Finanzierungspotential

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25.06.2009 - Baufinanzierung
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Grundlagen der Finanzierung (1. Teil): Das persönliche Finanzierungspotential

Von Eike Schulze (es)

 Eine Finanzierung will gut vorbereitet sein. Ihr persönliches Finanzierungspotenzial ermitteln Sie, indem Sie Ihre Einkünfte und Ausgaben berechnen. Entscheidend dabei: Nur die dauerhaften Einnahmen dürfen zugrunde gelegt werden.

Der Blick auf Ihren Kontoauszug verschafft Ihnen einen Überblick über Ihr monatliches Nettoeinkommen. Zu diesem müssen Sie das Kindergeld, Renten, Mieteinkünfte, Einkünfte aus Erbschaften oder Vermächtnissen und Tantiemen - diese allerdings nur mit dem Mindestanteil, der auf Dauer sicher ist - addieren. Boni oder Gewinnbeteiligungen bleiben außen vor, sofern die Höhe nicht kalkulierbar ist. Grundsätzlich sollten Sie immer die aktuellen Einnahmen als Grundlage nehmen und beispielsweise nicht tariflich bedingte Gehaltserhöhungen, die eher dazu verwendet werden sollten, die allgemein steigenden Lebenshaltungskosten während des Verlaufs der Finanzierung abzufedern. Einkünfte aus Mehrarbeit oder nebenberufliche Tätigkeiten gehören nur dann in die Berechnung, wenn Sie hieraus dauerhaft ein Einkommen erzielen. In jedem Fall sollte aber das 13. oder 14. Monatsgehalt nicht einfließen, sonder stattdessen lieber als Stille Reserven für größere Anschaffungen oder für spätere Renovierungen oder Reparaturen am Haus dienen. Aus diesen Berechnungen ergibt sich das Nettoeinkommen, von dem Sie noch die Lebenshaltungskosten abziehen müssen.

Zu den Lebenshaltungskosten gehören:
  • Haushaltskosten (Lebensmittel, Kleidung, Haushaltsgegenstände, Arzneien etc.)
  • Wohnnebenkosten (Heizung, Strom, Wasser, Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, Abwasser, Steuern und Rundfunkgebühren)
  • Auto und Fahrtkosten ( Treibstoff, Versicherungen, Inspektion und Reparaturen, Wertverlust)
  • Versicherungen und Altersversorgung (Wohngebäude, Hausrat, Privathaftpflicht etc.)
  • Freizeit (Urlaub, Freizeitaktivitäten)
  • Zahlungsverpflichtungen (Ratenkredite, Familiendarlehen etc.)
  • Weitere Kosten (Schulausflüge, Gartengeräte etc.)
  • Eiserne Reserve ( Rücklagen für größere Anschaffungen oder Rücklagen für längere Krankheiten etc.)
Bei den Haushaltskosten sollten Sie monatliche Durchschnittswerte bilden, um beispielsweise saisonale Kosten wie für Kleidung zu berücksichtigen. Da bislang keine konkreten Kosten der eigenen vier Wände vorliegen, ist es Usus, für ein Haus pauschal 1,50 Euro - 2 Euro anzusetzen, für eine Wohnung 2 Euro - 2,50 Euro, denn hier fällt noch das Hausgeld für den Verwalter an. Für die Ermittlung der Fahrtkosten ist der Durchschnittsverbrauch ausschlaggebend, und zwar vom neuen Zuhause aus. Bei der Hausratversicherung müssen Sie meist eine größere Wohnfläche berücksichtigen. Unter den Punkt Zahlungsverpflichtungen gehören auch alle Zahlungen, die nicht Bestandteil der klassischen Bank- oder Bausparfinanzierung sind. Hierzu gehören: Familien-, Arbeitgeber-, Verkäufer- oder Policendarlehen.

Die Differenz aus Ihren Einkünften und Ausgaben ergibt Ihr monatliches Finanzierungspotenzial, das Ihnen für die Baufinanzierung zur Verfügung steht. Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen:

Vergleich Einkünfte Ausgaben
Euro Euro
Nettoeinkommen 2.800
Kindergeld 1 x 154
Einkünfte gesamt: 2.954
 
Ausgaben
Lebensmittel 400
Kleidung 200
Gesundheit 50
Haushaltsgeräte 80
Strom/Wasser/Heizung 120
Wohnnebenkosten 200
Reparaturen/Instandhaltung 50
Telefon/Internet 100
Auto/Verkehr 250
Versicherungen 175
Kredite 50
Freizeit 120
Urlaub 200
Ausgabenpuffer 50
Ausgaben gesamt 2.045
Finanzierungspotenzial: 909


Etwa 900 Euro sind für eine Finanzierung frei.

900 Euro bilden im Beispiel das Finanzierungspotenzial für eine Immobilie. Im nächsten Schritt ermitteln Sie die maximale Höhe des Darlehens, um so die Frage beantworten zu können, wie teuer Ihre zukünftig Immobilie eigentlich sein darf. Mehr dazu erfahren Sie in Teil 2.

Das A und O beim Immobilienkauf

Das A und O beim ImmobilienkaufDie Entscheidung ist gefallen - Sie wollen ein Eigenheim erwerben. Damit haben Sie jedoch nur den ersten Schritt auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden getan - nun geht es erst richtig los. Unabhängig davon, ob Sie einen Immobilienmakler einschalten wollen oder nicht, ist es wichtig, dass Sie sich einen Marktüberblick verschaffen. Angesichts der Größe der Investition ist eine gründliche Informationsbeschaffung das A und O.Das A und O beim Immobilienkauf
 

Förderprogramme Rheinland-Pfalz - Teil 1

Förderprogramme Rheinland-Pfalz - Teil 1Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt im Rahmen der Wohnraumförderung den Kauf, den Bau und die Modernisierung von selbst genutzten Häusern und Wohnungen. In Rheinland-Pfalz finanziert die Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz die Bauförderung.Förderprogramme Rheinland-Pfalz - Teil 1
 

Kosten beim Bauen

Kosten beim BauenWer die Finanzierung einer Immobilie vorbereitet, sollte wissen, welche Ausgaben genau beim Bau eines Hauses entstehen. Diese sind oft höher als zunächst angenommen, da der Preis für das Haus nur einen Teil der Kosten ausmacht, die man insgesamt bewältigen muss. Hinzu kommen noch die Aufwendungen für Makler, Architekten, Statiker, Notare, Behörden, Versorgungs- und Versicherungsunternehmen.Kosten beim Bauen
 
 

baufi24 Webtipps:

baulinks.de: Reichaltige und gut geführte Informationen zu Planen, Bauen, Nutzen und Bewirtschaften von Immobilien.
baulinks.de
 
Viebrockhaus: Der bekannte Premium- anbieter von hochwertigen Massivhäusern. viebrockhaus.de
 
immobilo.de: Die Immobilien Suchmaschine - Alle wichtigen Immobilien Portale in einer Suche immobilo.de
 
finanzWiki.de: Unabhängiges Internet- magazin rund um das Thema Finanzen. finanzWiki.de
 

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